Léopold Robert
Geboren 1794.
Gestorben 1835.
Léopold Robert, geboren am 13. Mai 1794 in Les Éplatures / La Chaux-de-Fonds (Bezirk La Chaux-de-Fonds), zeichnet sich durch einen Werdegang aus, der von akademischer Ausbildung und langen Aufenthalten in Italien geprägt ist. Er wurde auch in der Druckgrafik ausgebildet und erhielt 1814 den zweiten grossen Rompreis für den Kupferstich – eine Auszeichnung, die den Beginn seiner beruflichen Laufbahn markiert.
Seine Teilnahme am Pariser Salon ist belegt: L'Arrivée des moissonneurs dans les marais Pontins, 1831 am Salon ausgestellt, brachte ihm 1831 das Kreuz der Ehrenlegion ein. Das Musée du Louvre bewahrt unter anderem Le Retour du pèlerinage à la Madone de l'Arc (1827) sowie L'Arrivée des moissonneurs dans les marais Pontins, Werke, die in Sammlungskatalogen regelmässig erwähnt werden.
Zu den weiteren identifizierten Werken: Das Musée Condé in Chantilly bewahrt La Confidence (1830) und Le Lendemain du tremblement de terre (1830); Schweizer Museen besitzen Le Départ des Pêcheurs de l'Adriatique (Musée d'art et d'histoire de Neuchâtel) und Marinier napolitain avec une jeune fille à l'île d'Ischia (Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds). Werke wie Jeune italienne assise sur les rochers à Capri (1827), Jeune fille de Sezze (1831, Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds) und Les Petits pêcheurs de grenouilles dans les Marais Pontins (1828, Musée des beaux-arts de Nantes) sind in den Sammlungsdossiers lokalisiert und datiert.
Gegen Ende seines Lebens begann er eine grosse monumentale Komposition zur Wintersaison, Le Départ des pêcheurs de l'Adriatique, die in den Quellen als sein letztes umfangreiches Vorhaben beschrieben wird. Sein Leben endete 1835 tragisch: Den konsultierten Einträgen zufolge nahm er sich in einem Zimmer des Palazzo Pisani in Santo Stefano in Venedig das Leben, indem er sich die Kehle durchschnitt. Als älterer Bruder von Aurèle Robert (ebenfalls Kupferstecher) war er Gegenstand einer Biografie, die Félix Feuillet de Conches 1854 veröffentlichte; den Quellen zufolge trug das persönliche Schicksal des Künstlers, das von einem tragischen Ereignis geprägt war, zu dem posthumen Ruf bei, der sein Werk umgibt.