Herbert Leupin
Geboren 1916.
Gestorben 1999.
Herbert Leupin (1916–1999) gilt den konsultierten Quellen zufolge als eine prägende Persönlichkeit der Schweizer Werbegrafik des 20. Jahrhunderts. Kennzeichnend für sein Werk sind leuchtende Farbflächen, reduzierte Formen und ein oft spielerischer, schelmischer Ton.
Er wurde an der Kunstgewerbeschule / Gewerbeschule Basel ausgebildet, in die er 1931 eintrat und an der er einen von den Quellen auf 1931 bis 1934 datierten Lehrgang absolvierte. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1937 arbeitete er kurz im Studio von Donald Brun und machte sich Ende desselben Jahres als selbstständiger Grafiker selbstständig. Sein erster grösserer belegter Auftrag stammt aus dem Jahr 1939 und war für die Metzgerei Bell in Basel bestimmt – ein Meilenstein, der den Beginn einer kontinuierlichen beruflichen Tätigkeit markiert.
Formal ist seine Bildsprache auf Klarheit ausgerichtet: klare Typografie, einfarbige Flächen und auf das Wesentliche reduzierte grafische Zeichen dienen einer prägnanten Botschaft. Die Praxis des überraschenden und leicht wiedererkennbaren Bildes findet sich laut Dokumentation in bekannten Werbekreationen, denen unter anderem die Erfindung der ersten lilafarbenen Kuh für die Marke Milka zugeschrieben wird.
Neben seiner Tätigkeit in der Schweiz wird er für die Jahre 1951 bis 1964 als Werbeberater des deutschen Herstellers Reemtsma geführt – ein Auftrag, der in den konsultierten Handelsquellen wiederholt genannt wird. Ein Teilinventar verzeichnet 124 von Leupin signierte Plakate. Das Dokument zeugt von der Breite seiner Plakatproduktion, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Zum Privatleben geben die biografischen Einträge an, dass er 1945 Elsa Schaumberger heiratete und aus dieser Ehe zwei Kinder hervorgingen.
Ob in den erfassten Plakaten oder den kommerziellen Aufträgen: Herbert Leupins Werk veranschaulicht den Quellen zufolge eine Werbegrafik, die auf visuelle Wirkung und die Erfindung einfacher, einprägsamer Bilder setzt. Deshalb wird er regelmässig in den Darstellungen zur Schweizer Grafik des 20. Jahrhunderts erwähnt.
