Henri Dufaux
Henri Dufaux (1879–1980) war Maler, Illustrator und Pionier der Luftfahrt. Er studierte an den Kunsthochschulen in Genf und Paris, bevor er gemeinsam mit seinem Bruder Armand an mechanischen Erfindungen arbeitete. 1901 entwickelten die beiden Brüder einen Fahrradmotor und konstruierten anschliessend Fluggeräte, darunter 1905 einen Experimentalhubschrauber und den Doppeldecker Dufaux 4.
Im August 1910 steuerte Armand diesen über die gesamte Länge des Genfersees – ein wegweisender Flug für die Anfänge der Schweizer Luftfahrt. 1912 gaben die Brüder die Luftfahrt auf und verkauften ihre Patente. Henri wandte sich daraufhin wieder der Malerei zu und knüpfte damit an sein familiäres Erbe an.
Als Illustrator von Büchern und Zeitschriften schöpfte er während der Zwischenkriegszeit auf seinen Reisen durch Afrika und Ozeanien Motive aus diesen Regionen. Sein für das Kolonialministerium in Paris geschaffenes Gemälde Forêt équatoriale brachte ihm die Ehrenlegion ein. Das Schweizerische Verkehrshaus bewahrt zudem Le triomphe de l’aviation ou la sottise des hommes, ein 1943 entstandenes Ölgemälde: Zwei Flugzeugkonstrukteure stehen einer bombardierten Stadt gegenüber, über der sich eine mythologische Vision erhebt.
Das Werk zeugt von seinem kritischen Blick auf die Luftfahrt, die zum Kriegsinstrument geworden war. Henri Dufaux vereinte somit eine künstlerische Laufbahn mit einem technischen Beitrag zur Verkehrsgeschichte.















