August Cueni
Geboren 1883.
Gestorben 1966.
August Cueni, geboren am 12. Mai 1883 in Zwingen und am 25. Oktober 1966 am selben Ort verstorben, war ein aus Zwingen stammender Künstler, dem diese Gemeinde 1959 den Titel eines Ehrenbürgers verlieh; zudem war er Bürger von Dittingen.
Als römisch-katholisch (laut DIJU) wird er in den lokalen Quellen als Maler vorgestellt, dessen zahlreiche Werke sich heute in Privatbesitz sowie in den Vitrinen des Museum Laufental befinden. Seine dokumentierte Besonderheit liegt im Zusammenspiel einer umfangreichen Produktion — laut DIJU werden ihm rund 2'500 Werke zugeschrieben — mit einem konkreten Engagement für grafische Techniken: Ab 1920 arbeitete er mit Holz und Linoleum, parallel zu Bildern mit wiederkehrenden Themen wie Landschaften (Birstal, Jura, Alpen), Dorfsichten, floralen Motiven, Porträts, einigen sakralen Darstellungen und Industrielandschaften.
Nach seiner Schulzeit in Zwingen und Laufen zunächst an der Handelsschule in Basel ausgebildet, besuchte er anschliessend in München (1910–1914) die Kurse der Kunstgewerbeschule bei Julius Diez und danach die Akademie der Bildenden Künste bei Carl Johann Becker‑Gundahl, Adolf Hengeler und Ludwig Herterich. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs (1914) kehrte er nach Zwingen zurück und konnte bereits 1915 in der Kunsthalle Basel seine ersten Werke einem breiten Publikum zeigen. 1919 trat er der GSMBA (Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten) bei und verankerte damit sein Berufsleben in den lokalen und regionalen Netzwerken.
Nach seiner Rückkehr ins Laufental kaufte er 1926 in Zwingen ein altes Bauernhaus und baute es zu Atelier und Wohnhaus um; privat hatte er 1920 Christine Dahmen geheiratet und mindestens fünf Kinder namens Helga, Helwin, Elfriede, Erich und Ingeborg. Die Zeit von 1925–1950 wird von den Quellen als die Phase seiner grössten Produktivität bezeichnet, war jedoch auch von finanziellen Schwierigkeiten geprägt, die mit der Verantwortung für eine kinderreiche Familie zusammenhingen. In seiner künstlerischen Praxis bilden die seit 1920 entstandenen Holz- und Linolschnitte einen wichtigen Teil seines bekannten Schaffens und ergänzen eine Produktion, die Landschafts-, Dorf- und Blumenmotive sowie Porträts und einige sakrale oder industrielle Darstellungen umfasst.
Die Rezeption seines Werks zeigt sich vor allem auf lokaler Ebene: Neben seinen ersten öffentlichen Präsentationen (Kunsthalle Basel, 1915) wird ein bedeutender Teil der Werke und Gegenstände (Plaketten, Werkzeuge) im Museum Laufental in Laufen aufbewahrt und ausgestellt, während viele weitere Stücke in Privatbesitz verblieben sind. Das institutionelle Erbe nahm nach seinem Tod Gestalt an: Die Gründung der August Cueni‑Stiftung im Jahr 1981 unter dem Patronat der Gemeinde Zwingen wird in den lokalen Darstellungen erwähnt; diese nennen zudem eine Gesamtschätzung des Œuvres von rund 2'500 Werken.
