Rudolf Mirer
Geboren 1937.
Gestorben 2025.
Rudolf Mirer, geboren am 9. Juli 1937 in Chur und verstorben am 12. Januar 2025 in Obersaxen, war ein in Graubünden tätiger Künstler, dessen Werk vielfältige malerische Ausdrucksformen mit einer ausgeprägten grafischen Praxis verbindet.
Seine Besonderheit liegt in einer Kombination aus expressiver Malerei, lebhaften Tuschstrichen und einem Wechselspiel zwischen Figuration und Abstraktion, gekennzeichnet durch eine wiedererkennbare «Strichführung» und wiederkehrende kantige Formen.
Er absolvierte eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule St. Gallen. Nach seiner Rückkehr in den Kanton Graubünden war er als freischaffender Künstler tätig. Von 1964 bis 1995 lebte und arbeitete er in Zernez im Engadin; anschliessend liess er sich in Obersaxen nieder.
Den Quellen zufolge arbeitete er als Maler, Grafiker, Illustrator, Bühnenbildner sowie als Gestalter von Briefmarken und Münzen.
Zu den wiederkehrenden Themen seines Werks gehören der Mensch, die Natur, die Religion, die Zeit, das «Brauchtum» und der Sport. Die Galerie weist insbesondere auf seine Vorliebe für die Darstellung von Tieren — zu Lande, in der Luft und im Wasser — sowie für vielfältige menschliche Figuren hin (Bündner Persönlichkeiten, exotische Schönheiten, Kinder).
Im öffentlichen Raum werden ihm Wandmalereien in der römisch-katholischen Kirche San Antonius in Zernez zugeschrieben. Parallel zu diesen Arbeiten entwarf er 2005 die Motive der gemeinsamen Schweizerisch-vatikanischen Briefmarken zum 500. Jahrestag der Schweizer Garde und gestaltete 2006 die goldene 50-Franken-Gedenkmünze mit dem Titel «500 Jahre Schweizergarde».
Eine Ausstellung im Seedamm-Kulturzentrum in Pfäffikon (SZ) trug 1986 zu einer erweiterten öffentlichen Wahrnehmung bei. 1995 wählten ihn Schweizer Sportjournalisten in Anerkennung seiner dynamischen Darstellungen des Sports zum «Künstler des Jahres».









