Helen Dahm
Helen Dahm (oder Helene Dahm), geboren am 21. Mai 1968 in Männedorf. Ihr Werk, das in den Einträgen unter der Bezeichnung Expressionismus geführt wird, verbindet abstrakte Kompositionen und mystisch-religiöse Themen und nimmt wiederholt Natur- und Landschaftsmotive auf.
Aus einer bürgerlichen Familie stammend, zog sie 1897 nach dem Konkurs des väterlichen Unternehmens nach Zürich; ihre Mutter übernahm dort die Leitung einer Studentenpension. Dank eines Stipendiums besuchte sie von 1906 bis 1913 an der Akademie der Bildenden Künste München die Kurse von Julius Exter. In München verkehrte sie mit mehreren bedeutenden Künstlern aus dem Umfeld der Gruppe Der Blaue Reiter, ein Umgang, den die Dokumentation als bemerkenswerten Einfluss auf ihre künstlerische Praxis festhält.
1919 liess sie sich mit Else Strantz in Oetwil am See nieder; auf ihre Trennung im Jahr 1932 folgte der Quelle zufolge eine schwere existenzielle Krise.
1938 schloss sich Dahm einer Frauengruppe im Ashram von Meher Baba in Indien an; ihr werden für diese Zeit Wandmalereien zugeschrieben, die mit dem Grab Meher Babas in Verbindung stehen. Eine schwere Erkrankung zwang sie etwa ein Jahr später zur Rückkehr in die Schweiz; sie liess sich erneut in Oetwil am See nieder.
Ihr Schaffen umfasst mehrere Techniken: Malerei, Dekoration, Exlibrisgravur und Gravur für die Goldschmiedekunst. Die Sichtbarkeit ihres Werks wurde durch eine Retrospektive im Helmhaus Zürich 1953 und anschliessend durch die Verleihung des Kunstpreises der Stadt Zürich im Jahr 1954 gestärkt, wobei sie als dessen erste weibliche Preisträgerin genannt wird. Ihr Name erscheint zudem in online einsehbaren Verzeichnissen Schweizer Malerinnen und Maler.









