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Heinrich Aerni

Geboren am 24. Februar 1926 in Alt St. Johann, Saint-Gall, Suisse.

Gestorben am 3. Juni 2013 in Herisau, Appenzell Rhodes-Extérieures, Suisse.

Schweizerisch · Art Brut und Outsider Art · Zeichnung und Aquarell

Heinrich Aerni, auch Heinrich Aerne genannt (Alt St. Johann, 24. Februar 1926 – Herisau, 3. Juni 2013), war ein Schweizer Zeichner und Aquarellist aus dem Bereich Art Brut und Outsider Art.

SIK-ISEA bestätigt seine Lebensdaten und beschreibt ihn als Künstler, Zeichner und Aquarellisten der Art Brut.

Ohne akademische Kunstausbildung lebte Aerni seit seiner Jugend in betreuten Institutionen der Ostschweiz. 1975 kam er in das Haus Eben-Ezer in Teufen. Dort regte ihn eine Betreuerin dazu an, während nächtlicher Dienste zu zeichnen.

Seit Ende der 1980er-Jahre wurde das Zeichnen zu seiner wichtigsten Tätigkeit. Daneben entstanden Aquarelle; viele Blätter signierte er mit «Heinrich» oder «Heinrih».

Seine Kunst entwickelte sich ausserhalb schulischer Konventionen zu einer eigenständigen grafischen Sprache. Wiederholung, Verdichtung der Linie, formale Vereinfachung und eine sehr direkte Organisation der Fläche verankern sein Werk in der Schweizer Art Brut. Gerade die formale Autonomie macht den Reiz der Arbeiten aus: Sie orientieren sich nicht an akademischen Vorbildern, sondern entwickeln aus einer täglichen Praxis ein konsequentes Bilduniversum.

Die institutionelle Anerkennung ist im spezialisierten Feld heute gut abgesichert. Das open art museum in St. Gallen, früher Museum im Lagerhaus, besitzt dank des 2014 erfolgten Ankaufs der Sammlung Mina und Josef John einen bedeutenden Werkbestand von Aerni. Diese Sammlung gehört zu den wichtigen Konvoluten schweizerischer Outsider Art.

2015 war Aerni in der Ausstellung «Die Sammlung Mina und Josef John» im Museum vertreten. Bereits 1997 wurde sein Werk in der Zürcher Gruppenausstellung «Art Brut. Unbekannte Bekannte» gezeigt.

Der 2015 erschienene Katalog «Die Sammlung Mina und Josef John im Museum im Lagerhaus» ist eine zentrale Referenz für seine Stellung innerhalb der Schweizer Art Brut. Swiss Art Gallery gewichtet deshalb Museumsbestand, Sammlungsgeschichte und Dokumentation stärker als eine künstlich konstruierte Preisentwicklung.

Heinrich Aerni

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