Carl Theodor Meyer-Basel
Geboren 1860.
Gestorben 1932.
Carl Theodor Meyer, genannt Meyer-Basel, wurde am 15. Mai 1860 in Basel geboren und wird als Maler und Grafiker bezeichnet; sein Tod ist für den 28. August 1932 in Hauptwil (TG) dokumentiert.
Seine erste Ausbildung erhielt er bei dem Kupferstecher Friedrich Weber. Zu seinen ersten öffentlichen Auftritten zählen die Nationale Ausstellung in Zürich 1883 und die Internationale Ausstellung in Berlin 1891.
Ende des 19. Jahrhunderts liess er sich in München nieder, gehörte 1891 zu den Gründern des Vereins für Original-Radierung und trat ab 1892 als engagiertes Mitglied der Münchener Secession hervor. Zudem wird er als Mitglied des Deutscher Künstlerbundes genannt und stellte wiederholt mit der Münchener Secession aus, insbesondere in den Zeiträumen 1893–1896 und 1905–1916.
1893 erschien in Zusammenarbeit mit Otto Ubbelohde eine Mappe mit Radierungen, die Motive aus Marburg und dessen Umgebung zeigt.
Meyer-Basels Schaffen konzentriert sich auf die Darstellung von Landschaften, wobei er ruhige Motive bevorzugte, deren atmosphärische Eigenart er wiederzugeben suchte. Er arbeitete in mehreren grafischen und malerischen Techniken: Radierungen, Lithografien, Pastellen und Ölgemälden. Daneben schuf er eine grosse Anzahl von Postkarten, die in Chromolithografie ausgeführt wurden.
Seine Radierungen zeichnen sich laut der Dokumentation durch eine ausgeprägte plastische Wirkung, ein expressives Spiel von Licht und Schatten sowie nuancierte Tonabstufungen aus.
Nach mehreren Jahrzehnten Tätigkeit in Deutschland kehrte er 1919 endgültig in die Schweiz zurück und liess sich in Hauptwil im Kanton Thurgau nieder. Eine Publikation der Kunsthalle Basel aus dem Jahr 1930 enthält einen von C. Th.
Meyer-Basel unterzeichneten Text.