August Babberger
Geboren am 8. Dezember 1885 in Hausen im Wiesental (Deutschland).
Gestorben am 3. September 1936 in Altdorf (Schweiz).
Deutsch · Symbolismus und Expressionismus · Alpenlandschaft und Monumentalmalerei.
August Babberger war ein deutscher Maler und Grafiker, dessen Laufbahn Baden mit der Zentralschweiz verbindet. Seine Familie zog 1895 nach Basel; dort erlernte er die Dekorationsmalerei und besuchte die Gewerbeschule. Mit Unterstützung Hans Thomas studierte er 1908–1909 bei dem Radierer Walter Conz in Karlsruhe und bildete sich 1909–1911 in Florenz bei Augusto Giacometti weiter.
Von 1912 bis 1920 lebte Babberger in Frankfurt. Im Jahr 1912 heiratete er die Luzerner Künstlerin Anna Maria Tobler, bekannt als Anna Babberger-Tobler. Der Vierwaldstättersee, die Urner Bergwelt und der Klausenpass wurden zu zentralen Motiven.
Unter anderem vom Vorbild Ferdinand Hodlers angeregt, verband seine Bildsprache vereinfachte Formen, kompositorische Rhythmen und expressive Farbe.
Im Jahr 1920 wurde Babberger als Professor an die Badische Landeskunstschule Karlsruhe berufen; ab 1923 leitete er die Schule. In seiner Lehre verband er Malerei mit monumentalen und angewandten Techniken wie Fresko, Mosaik und Sgraffito. Heinrich Danioth besuchte 1925 seinen Unterricht.
Die im selben Jahr ausgeführten Malereien für die reformierte Kirche in Wolhusen belegen seine Tätigkeit in der Zentralschweiz.
Neben der Gebirgslandschaft beschäftigten ihn die menschliche Figur, das Porträt und das Stillleben. Seine monumentalen Kompositionen streben eine Einheit von Mensch und Natur an, statt Landschaft nur topografisch wiederzugeben. Unter dem nationalsozialistischen Regime wurde er 1933 aus dem Lehramt entlassen und setzte seine Arbeit in der Schweiz fort.
Ein bedeutender Werkbestand gelangte 1962 als Schenkung an die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.
Museumsbestände machen diese Entwicklung nachvollziehbar: Die Kunsthalle Karlsruhe besitzt unter anderem Knabenkopf « Walter » von 1908, Inventarnummer 2414; im Städel Museum befindet sich Frauen im Grünen von 1931, Inventarnummer SG 1174. Seine Rezeption ist ausserdem durch die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern 1958, diejenige im Kunstmuseum Hohenkarpfen 2000 und seine Beteiligung an der Luzerner Sammlungsausstellung schön?! 2025–2026 belegt.
Das Archiv von Gloggner verzeichnet Zuschläge von CHF 4’200 für Blick auf den Pilatus im Jahr 2001, CHF 5’000 für Sommerblumen 2003 und CHF 1’700 für eine Ansicht des Schächentals 2025. Schuler bot Figurenstudie von 1915 im Dezember 2016 mit einer Schätzung von CHF 1’500–2’200 an; die konsultierte Seite nennt kein Ergebnis. Die Referenzen betreffen unterschiedliche Werke, Techniken und Formate und ergeben keinen einheitlichen Marktwert.