Annemie Fontana
Annemie Fontana (Jacqueline Annamarie Fontana), geboren am 14. Oktober 2002 in Zürich, war eine Bildhauerin, deren dokumentierter Werdegang schon früh Berufe der Bekleidung, keramisches Know-how und eine vielseitige bildhauerische Praxis verband, die Bronze, Metall, Aluminium, Holz, Marmor sowie später Polyesterharze (die «Phantome») und den Siebdruck für bildnerische Werke einsetzte.
Zunächst in der Haute Couture bei der Modedesignerin Gaby Jouval in Zürich ausgebildet, erwarb sie ein Gespür für Material und Ausführung, das ihre spätere Praxis durchdrang. Parallel dazu absolvierte sie im Atelier der Brüder Müller in Luzern eine Ausbildung in künstlerischer Keramik, eine technische Erfahrung, die ihre haptische Schulung im Umgang mit Oberflächen ergänzte. Die Techniken der Bildhauerei werden gemäss der konsultierten Quelle als weitgehend autodidaktisch beschrieben.
Zu Beginn ihrer Laufbahn zeigte sie 1954 Tierfiguren, erhielt 1956 ein Stipendium der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Stadt Zürich und wirkte an der Ausführung eines von Alois Carigiet entworfenen Wandmosaiks für die Technische Berufsschule Zürich mit — Fontana «sammelt, schneidet und poliert die Steine», heisst es in der Biografie.
Ihr vielfältiger Materialeinsatz zieht sich durch eine sichtbare Entwicklung: von Arbeiten in Bronze, Metall, Aluminium, Holz und Marmor hin zu abstrakten Polyesterplastiken, die als «Phantome» bezeichnet werden, während ihr der Siebdruck zur Entwicklung eines bildnerischen Werks diente.
Ihre Arbeit wurde international gezeigt — in Gruppenausstellungen in Florenz (1967), Den Haag (1968), Tel Aviv-Jaffa (1972), Haifa, Jerusalem, Budapest und Antwerpen (1973), Lindau (1977) sowie Budapest (1978) —, und ihre Werke befinden sich in den genannten öffentlichen Sammlungen, darunter das Museum für Gestaltung Zürich, das Kunsthaus Zürich, das Gemeentemuseum Den Haag und das Tel Aviv Museum of Art sowie in mehreren Schweizer Gemeinden (Zumikon, Zürich, Chur, Bülach, Kloten).
Zudem wird sie als Tochter des Malers Alois Fontana genannt, eine genealogische Angabe, die in der konsultierten Biografie erscheint.