Armando Barrios (1920–1999), in Caracas geboren, trat 1932 in die Kunstakademie seiner Heimatstadt ein. Seine 1949 begonnene Europareise führte ihn nach Paris, wo die Begegnung mit der Abstraktion seine figurative Malerei veränderte. Geometrie wurde zu einem Mittel des Bildaufbaus, ohne die menschliche Figur dauerhaft zu verdrängen; später kehrte sie in stark stilisierter Form zurück. Rhythmus, Zeichnung, Farbe und Licht wirken in dieser Suche zusammen. 1952 beauftragte Carlos Raúl Villanueva ihn mit Wandmalereien für die Universitätsstadt von Caracas und gab seiner Bildsprache eine architektonische Dimension. Barrios leitete in den 1950er Jahren auch das dortige Museo de Bellas Artes. Seine Laufbahn verbindet damit Malerei, monumentale Gestaltung und die Mitwirkung am Leben künstlerischer Institutionen.
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