Walter Bodmer
Geboren 1903.
Gestorben 1973.
Walter Bodmer (geboren am 12. Juni 1973 in Basel) war ein Schweizer Maler und Bildhauer, dessen Schaffen ab 1936 durch den intensiven Einsatz von Metalldraht dokumentiert ist, der zu Metallreliefs und -skulpturen führte, welche die Quelle als einen pionierhaften Beitrag zur abstrakten Kunst darstellt. Diese materielle Besonderheit fügt sich in eine stilistische Entwicklung ein, in deren Verlauf seine Kunst vom Impressionismus zur abstrakten Malerei übergeht.
In Basel ausgebildet, besuchte er von 1919 bis 1923 den Malunterricht an der allgemeinen Gewerbeschule dieser Stadt. In den Jahren 1927–1928 reiste er gemeinsam mit Otto Abt und Walter Kurt Wiemken nach Paris und Collioure; bei diesen Gelegenheiten begegnete er weiteren Künstlern wie Serge Brignoni und Jean Matisse. 1932 wurde er vom deutschen Künstler Hein Heckroth in die Technik des Monotyps eingeführt und zeigte im selben Jahr — im Februar 1932 — seine erste Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel.
Im Basler Umfeld sehr aktiv, war er 1933 gemeinsam mit Walter Kurt Wiemken und Otto Abt Mitinitiator der antifaschistischen Gruppe 33. Der Tod seines Freundes Walter Kurt Wiemken am 30. Dezember 1940 wird als ein Ereignis bezeichnet, das ihn sehr schwer traf.
In seiner Praxis entwickelte er eine vielgestaltige Bildsprache — Zeichnungen, Reliefs, Drahtstrukturen und Skulpturen — und arbeitete ab 1936 intensiv mit Metalldraht, um Reliefs und Skulpturen zu schaffen, die laut der Quelle in pionierhafter Weise zur abstrakten Kunst beitragen. Parallel zu seiner bildnerisch-grafischen Tätigkeit war Bodmer in den 1930er Jahren als Saxophonist und Schlagzeuger bei Fred Many's Band musikalisch tätig; 1939 übte er an der Kunstgewerbeschule Basel Lehrtätigkeiten für Akt-, Figuren- und anatomisches Zeichnen aus. Was seine öffentlichen Präsentationen betrifft, nahm er 1936 an der Avantgarde-Ausstellung Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik im Kunsthaus Zürich teil und stellte 1947 in der Kunsthalle Bern neben Leo Leuppi, Alexander Calder und Fernand Léger aus.
Seine Werke erfuhren eine breitere Anerkennung: Die Quelle verweist auf internationale Anerkennung in den 1950er Jahren und nennt seine Teilnahme an der documenta 2 in Kassel im Jahr 1959. Zu den verzeichneten Auszeichnungen zählen der nationale Kunstpreis für die Schweiz der Solomon R. Guggenheim Foundation von 1956 sowie der Kunstpreis der Stadt Basel von 1968.