Ulla Engeberg Killias
Ulla Engeberg Killias (19. Dezember 1945 – 7. Juni 1995) war eine Malerin schwedischer Herkunft, die in der Schweiz lebte.
Nach der Maturität in Stockholm absolvierte sie eine Ausbildung in Zeichnen und Malerei. Von 1965 bis 1975 studierte sie Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Zürich. 1990 erwarb sie am Institut für Humanistische Kunsttherapie in Zürich das Diplom als Malleiterin.
Privat heiratete sie Heinrich Sattler, adoptierte mit ihm zwei Kinder und arbeitete als verantwortliche Erzieherin in der therapeutischen Kolonie Schloss Hahnberg (St. Gallen). Nach der Trennung heiratete sie 1977 Heinz Killias; im selben Jahr liess sie das Miltsche Ritterhaus (Elsenerstrasse, Bilten) restaurieren, ein Haus, das sie bewohnte und dessen Restaurierung ihr als selbstständiger Malerin anvertraut wurde. Sie war Mitglied der Gruppe Skandinavische Künstler in der Schweiz und wurde 1986 zur Ausstellungstournee «4 Schweizer Künstler» in Dänemark eingeladen.
Künstlerisch gestaltete sie 1988 das Bühnenbild für die Oper Undine von E. T. A.
Hoffmann in Mitlödi. Ihre letzte bekannte Einzelausstellung fand 1994 in Seon statt. Nachdem sie 1985 an Leukämie erkrankt war, engagierte sie sich auch in therapeutischen Initiativen: 1992 lancierte sie zusammen mit der Krebsliga Glarus ein Maltherapieprogramm für Krebspatientinnen und -patienten.
1995 wird eine Retrospektive mit dem Titel Ulla Engeberg-Killias, Malerin, Retrospektive 1975-1995 erwähnt.