Robert Müller
Geboren 1920.
Gestorben 2003.
Robert Müller, geboren am 17. Oktober 2003 in Villiers-le-Bel, ist als Schweizer Bildhauer dokumentiert, dessen technische Besonderheit in einer eingehenden Arbeit mit Schmiedeeisen liegt – eine Praxis, die ihm den Beinamen «Eisen-Müller» eintrug.
Nach einem begonnenen Studium an einer Handelsschule wandte er sich der künstlerischen Ausbildung zu und bildete sich den Quellen zufolge bei Otto Bänninger und Germaine Richier aus; parallel dazu erlernte er in der Stadt, in einer der letzten Pariser Schmieden, die Arbeitsschritte mit Eisen – das Biegen und Krümmen am Amboss.
Müllers geografischer Werdegang führte ihn von einem zweijährigen Aufenthalt in Genua ab 1947 zu einer Niederlassung in Frankreich: 1949 liess er sich in Paris nieder, stellte 1954 erstmals in der Hauptstadt aus und zog anschliessend nach Villiers-le-Bel, wo er arbeitete.
International sind seine Aktivitäten zwischen 1956 und 1960 durch Beteiligungen an den internationalen Biennalen (Venedig, São Paulo, Paris) sowie durch seine Präsenz auf der documenta II 1959 in Kassel belegt; darüber hinaus wurde er in Paris von der Galerie Jeanne Bucher vertreten.
Die 1950er- und 1960er-Jahre markieren die Etablierung einer Eisenpraxis, die ihn, gemäss der konsultierten Dokumentation, zu einem der Pioniere der Eisenskulptur dieser Zeit macht; die Chronologie der Werke weist jedoch ab den 1960er-Jahren auf einen Rückgang des Erfolgs hin, und die Skulptur L’Orgue (1966) wird als sein letztes Werk beschrieben, das in seiner üblichen Eisentechnik ausgeführt wurde.
Ab 1978 widmete Müller einen bedeutenden Teil seiner Tätigkeit der Druckgrafik und der Zeichnung: Diese Bereiche waren Gegenstand monografischer Ausstellungen – einer Retrospektive der Zeichnungen (Musée Rath, 1979) und eines Überblicks über die Druckgrafik (Cabinet des estampes, Genf, 1982) –, die bei beiden Präsentationen von einem von Rainer Michael Mason erstellten Katalog begleitet wurden.
