Pipilotti Rist
Geboren 1962.
Pipilotti Rist ist durch eine Praxis dokumentiert, die das Video über den Rahmen des Monitors hinausführt, um den Ausstellungsraum architektonisch zu bespielen; dies wird insbesondere durch das Werk Sip My Ocean (1996) belegt.
Sip My Ocean (1996) wird als die Intervention genannt, die diese erste Erweiterung geprägt hat — das Video wird hier durch die Projektion auf und in den Ausstellungsraum zu einem räumlichen Element.
Parallel dazu wird Ever Is Over All (1997) als Zweikanalvideo präsentiert, dessen dokumentierte Dauer 8 Minuten und 25 Sekunden beträgt, wodurch seine Form und sein zeitliches Format präzise bestimmt werden.
Die Installation Pixelwald (Pixel Forest) aus dem Jahr 2016 nutzt hängende LED-Lichtvorrichtungen und einen Mediaplayer, um eine dokumentierte Sequenz von etwa zwanzig Minuten anzubieten — die in den Quellen angegebene Dauer beträgt 35 Minuten.
Vorrichtungen, die Projektion und skulpturales Objekt verbinden, erscheinen in Massachusetts Chandelier (2010), das als Werk mit zwei Projektionen, einem Kronleuchter und Klangelementen vorgestellt wird, unter Verwendung — wie durch die Quellen dokumentiert — von Effekten, die aus zuvor getragener und gereinigter Unterwäsche erzeugt wurden.
Im Bereich musealer Aufträge wurde Pour Your Body Out (2008) vom Museum of Modern Art, New York, in Auftrag gegeben und dafür konzipiert, das Atrium des Museums mit fünfundzwanzig Fuss hohen bewegten Bildern und skulpturalen Sitzgelegenheiten einzunehmen; diese Beschreibung vermittelt einen Eindruck vom Massstab und von der Szenografie der Installation.
