Otto Plattner
Geboren 1886.
Gestorben 1951.
Otto Plattner (1886–1951), Maler und Zeichner, ausgebildet an der Kunstgewerbeschule Basel, der École des beaux-arts in Genf sowie durch ergänzende Studien in Paris und München, zeichnet sich im Bereich der Freskomalerei durch eine Praxis aus, deren Motive häufig der lokalen und nationalen Geschichte entstammen. Aus einem bürgerlichen Elternhaus stammend — sein Vater Wilhelm war Kaufmann, seine Mutter Marie Strübin —, verband sein beruflicher Werdegang dekoratives Können mit akademischer Ausbildung.
Nach einer Lehre als Dekorationsmaler und Kursen an der Kunstgewerbeschule Basel wurde seine Ausbildung durch ein Studium der bildenden Kunst erweitert. Sie schlug sich im Einsatz verschiedener Techniken sowohl für die Wand- als auch für die Tafelmalerei nieder. Für 1912 ist seine Heirat mit Frida Lüdin dokumentiert; ab 1913 ist er in Liestal nachgewiesen.
Dieser geografische Kontext erklärt zum Teil seine häufige Wahl regionaler Motive.
Plattner schuf mehrere öffentliche Fresken — insbesondere für das Obere Tor und das Rathaus von Liestal sowie für das Untere Tor von Laufen — und führte Wandkompositionen für öffentliche Gebäude und Wohnhäuser in Basel aus, häufig zu historischen oder patriotischen Themen. Patriotische Motive und die Ikonografie der Schweizer Geschichte kehren in seinem dekorativen Werk wieder. Neben diesen Wandmalereiaufträgen schuf er Porträts und Landschaften, darunter Ansichten des Jura; die Landschaft gilt als sein bevorzugtes Thema in der Tafelmalerei.
Seine Tätigkeit umfasste auch Grafikdesign und Heraldik: Plakate, Fahnen, Wappen, Diplome und Festkarten gehören zu den von ihm gestalteten Objekten.
Die Gesamtheit dieser Tätigkeiten — monumentale Fresken, Tafelmalerei sowie dekorative und grafische Arbeiten — zeugt von einer technischen Vielseitigkeit, die in den Quellen hervorgehoben wird. Die wichtigste zu Otto Plattner angeführte Dokumentation umfasst eine Monografie von A. Rueff (1986), den Eintrag im Personenlexikon des Kantons Basel-Landschaft (1997) sowie den SIKART-Eintrag, der biografische Angaben und Werktypologien zusammenführt.