Louis Moilliet
Geboren 1880.
Gestorben 1962.
Louis-René Moilliet (6. Oktober 1880, Bern – 24. August 1962, Vevey) ist als Maler, Aquarellist und Glasmaler dokumentiert; eine Quelle bezeichnet ihn zudem als Fotografen.
Sein Werdegang ist geprägt von einer langjährigen Freundschaft mit Paul Klee – am Gymnasium in Bern geschlossen und seit 1903 gepflegt – sowie von Mal- und Reisegemeinschaften mit Klee und August Macke.
In Deutschland ausgebildet, war er Schüler von Fritz Mackensen in Worpswede, anschliessend von Hans Olde in Weimar, und schrieb sich 1904 für die Kurse des Grafen Leopold von Kalckreuth an der Akademie in Stuttgart ein. 1913 stellte er im Berliner Herbstsalon aus und wirkte gemeinsam mit August Macke an der Ausführung von Berliner Variété (1913) mit, einem Werk, das im Museum in Bern verzeichnet ist.
1914 unternahm Moilliet mit Paul Klee und August Macke eine Reise nach Tunesien, ein in den Quellen dokumentiertes Ereignis. 1917 gab er die Ölmalerei zugunsten der Aquarellmalerei auf; sein Stil wird als Annäherung an einen «poetischen Orphismus» beschrieben, der insbesondere von Macke und den Delaunays geprägt war.
Zu den datierten Werken gehören Au cirque (1914–15), das im Kunstmuseum Basel aufbewahrt wird, sowie das Aquarell Hammamet (1929). Darüber hinaus führte er Aufträge für Glasfenster in Schweizer Kirchen aus, die ausdrücklich in Luzern (Lakaskirche) und Winterthur (Zwinglikirche) genannt werden. Moilliet ist den konsultierten Einträgen zufolge vor allem in Schweizer Museen vertreten – namentlich in Basel, Bern und Winterthur (Stiftung Oskar Reinhart) – sowie in Privatsammlungen.
Seine Auslandsaufenthalte sind dokumentiert: Marokko (1921–1923), Mallorca (1926), Tunis (1928) und Spanien (1930–1935).
Die verzeichnete Bibliografie nennt eine offizielle Website (www.louismoilliet.ch). Insgesamt verbindet sein Werdegang Tafelmalerei, Aquarell und Glasmalerei mit Teilnahmen an Salons und dokumentierten Zusammenarbeiten mit seinen Zeitgenossen.