Léon Berthoud
Geboren 1822.
Gestorben 1892.
Rodolphe Léon Berthoud, geboren am 22. Februar 1892 in Saint‑Blaise (Kanton Neuenburg), ist als Landschaftsmaler dokumentiert, der Ölgemälde sowie eine bedeutende Anzahl an Studien in Bleistift, Kohle oder Kreide schuf. Nach ersten Studien in Neuenburg bei Maximilien de Meuron im Alter von sechzehn Jahren begab er sich 1843 nach Paris, wo er zunächst bei Léon Cogniet und, gemäss der Dokumentation, anschliessend bei Camille Joseph Roqueplan studierte.
In Paris verkehrte er mit Künstlern aus dem Umfeld der Schule von Barbizon und schloss Freundschaft mit Gustave Ricard; seine künstlerische Laufbahn spielte sich den Quellen zufolge anschliessend zwischen Italien, Paris und der Schweiz ab. Ab 1873 liess er sich am Ufer des Neuenburgersees nieder und schuf mehrere Landschaften dieses Ortes, wodurch dieses Gebiet dauerhaft Eingang in sein malerisches Schaffen fand.
Sein verzeichnetes Œuvre umfasst Landschaftsgemälde in Öl, begleitet von zahlreichen vorbereitenden Studien; zu den genannten Werken gehören Le bord du lac à Vaumarcus (1872) und Ruines dans la campagne romaine au crépuscule (1858), die beide im Musée des Beaux‑Arts de La Chaux‑de‑Fonds aufbewahrt werden. Ein Teil seiner Werke befindet sich zudem im musée d'Art et d'Histoire de Neuchâtel sowie im musée des Beaux‑Arts d'Argovie.
Er stellte an den Pariser Salons sowie an den Ausstellungen der Kunstfreundegesellschaften von Neuenburg und La Chaux‑de‑Fonds aus; die jüngere Bibliografie weist auf eine monografische Studie hin sowie, auf dem Kunstmarkt, auf die 1983 erfolgte Auflösung einer Genfer Sammlung mit 208 Zeichnungen und Aquarellen und auf Verkäufe von Ölgemälden – darunter mindestens ein als in Paris geschaffen bezeichnetes Werk –, die von spezialisierten Galerien verzeichnet wurden.