Léon Perrin
Geboren 1886.
Gestorben 1978.
Léon Perrin erhielt ab 1900 seine Ausbildung an der École d’art in La Chaux-de-Fonds, wo er als Graveur- und Ziseleurlehrling eintrat – eine erste Ausbildung, die seine Praxis im Umgang mit Materialien und angewandter Dekoration verankerte. 1907 führte ihn eine Studienreise nach Italien, in die Toskana, nach Ravenna und Bologna, gemeinsam mit Charles-Édouard Jeanneret (Le Corbusier); im selben Jahr entstand laut Quelle ein Mosaikwerk mit dem Titel Procession des Vierges für die Basilika Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna. Während des Ersten Weltkriegs gehörte er zu den Urhebern der Innen- und Aussengestaltung des Hôtel de Ville in Le Locle, die auf 1915–1917 datiert ist und von einem bedeutenden beruflichen Engagement im Bereich öffentlicher Dekorationen zeugt.
In persönlicher Hinsicht erwähnt die Quelle eine Eheschliessung im Januar 1914 mit Jeanne-Marie-Nathalie Benoît; das Paar soll keine Kinder gehabt haben (gemäss der konsultierten Notiz). Seine berufliche Laufbahn umfasste zudem eine Lehrtätigkeit in Kunstgeschichte und Zeichnen am Gymnasium von La Chaux-de-Fonds in den Jahren 1925–1952, eine Angabe, die in der Quelle ausdrücklich Wikipedia zugeschrieben wird. Zu seinen öffentlichen Arbeiten zählen datierte Skulpturen und Denkmäler: die Fontaine de Vie (Kalkstein und Granit) auf dem Friedhof von La Chaux-de-Fonds, datiert 1932, sowie ein 1935 in La Chaux-de-Fonds errichtetes Monument «Hommage à Léopold Robert».
Ein später unter der Bezeichnung Grande Vénus verzeichnetes, auf 1954 datiertes Werk wird im Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds genannt, was auf eine Präsenz in den lokalen Beständen hinweist, wie von der Quelle vermerkt. Die zusammengetragenen Hinweise unterstreichen eine Praxis, die Mosaik, monumentale Ornamentik und Steinskulptur (Kalkstein, Granit) verbindet, sowie ein pädagogisches und dekoratives Wirken mit Schwerpunkt auf La Chaux-de-Fonds und dessen Umgebung.