Karl Glaus
Geboren 1925.
Gestorben 2013.
Er absolvierte eine zweijährige Ausbildung an der Zürcher Kunstgewerbeschule. Eine in der Datenbank des Schweizerischen Sozialarchivs erhaltene Fotografie zeigt ihn 1948 beim Malen im Freien.
Die Stadt Zürich gewährte ihm ein Stipendium, das als Unterstützung seiner künstlerischen Praxis erwähnt wird. Unter den Werken dieser Zeit verblieb das Gemälde mit dem Titel «Bauarbeiter» während Jahren im Atelier des Künstlers.
Laut dem Aargauer Kunsthaus zwang ihn seine Heirat im Jahr 1949 dazu, sich dem Broterwerb zu widmen, und führte zu einem abrupten Abbruch seiner künstlerischen Tätigkeit. Nach seinem Tod erfuhr sein Werk erstmals erhöhte Aufmerksamkeit, als die Galerie sam scherrer contemporary in Zürich 2014 noch zugängliche Werke aus seinem Œuvre ausstellte.
Das Aargauer Kunsthaus verweist zudem auf «Weitere Werke in der Sammlung» und weist damit auf das Vorhandensein weiterer mit seinem Namen verbundener Arbeiten innerhalb einer Sammlung hin. Die verfügbare Dokumentation ermöglicht es, das Profil eines in den angewandten Künsten ausgebildeten Malers zu zeichnen, der vor 1949 tätig war – belegt durch Arbeiten im Freien –, dessen Produktion nach seiner Heirat aus der Öffentlichkeit verschwand und dessen Werke nach ihrer Präsentation im Jahr 2014 erneut Beachtung fanden.