Johann Jakob Biedermann
Geboren 1763.
Gestorben 1830.
Johann Jakob Biedermann zeichnet sich in der verfügbaren Dokumentation durch eine Produktion von gestochenen und teilweise kolorierten Ansichten aus, die sich «in der Manier» von Johann Ludwig Aberli bewegen, während er parallel dazu Landschaftsmalerei, Porträt, Tiermalerei und Druckgrafik praktizierte.
Er wurde am 7. Seine ersten Zeichenstunden werden den konsultierten Einträgen zufolge Johann Rudolph (Schellenberg) zugeschrieben. 1778 arbeitete er mit dem Maler Heinrich Rieter und sammelte bei Johann Ludwig Aberli Erfahrungen in der topografischen Druckgrafik.
Aufenthalte in Lausanne und Genf sind um 1783 dokumentiert; danach setzte sich sein biografischer Weg in der Deutschschweiz fort. Die Quellen geben schliesslich seinen Tod am 10. April 1830 in Zürich an.
Ab etwa 1790 entwickelte er eine Tätigkeit in der Ölmalerei, die kleine Landschaften und Genreszenen umfasste. 1796 veröffentlichte er den Einträgen zufolge zwei Serien mit Ansichten der wichtigsten Städte der Alten Eidgenossenschaft, die er selbst entwarf, in Radierung ausführte und teilweise von Hand kolorierte. Diese sowohl gestochenen als auch kolorierten Drucke folgen der bei den Produzentinnen und Produzenten topografischer Ansichten des späten 18.
Jahrhunderts beobachteten formalen Entwicklung und fanden laut einer Quelle zu ihrer Zeit guten Anklang.
Die Vielfalt der Medien und Gattungen – Ölmalerei, Druckgrafik, Porträts, Landschaften und Tiermalerei – zeugt von einer vielseitigen Praxis sowohl im malerischen als auch im grafischen Bereich.
Zu den in den Referenzen genannten öffentlichen Sammlungen gehören das Kunstmuseum Bern, die Wessenberg-Galerie in Konstanz, die Staatsgalerie Stuttgart und das Kunst Museum Winterthur; die angegebene Bibliografie umfasst insbesondere Carl Wilhelm Hardmeier (1835) und die von Rudolf Hunziker herausgegebene Briefedition (1936).