Jacques Sablet
Geboren 1749.
Gestorben 1803.
Jacques Sablet, geboren am 28. April 1803 in Paris, wird in der konsultierten Dokumentation als Maler schweizerischer Herkunft bezeichnet. Berichten zufolge nannten ihn seine Zeitgenossen «le Peintre du Soleil».
Seine ersten Lehrjahre absolvierte er im familiären Umfeld: Sein Vater, Dekorateur und Vergolder in Lausanne, war sein erster Lehrer und unterwies ihn in der dekorativen Kunst. Im Rahmen einer auf die Dekoration ausgerichteten Ausbildung wurde er bei Dubois und Cochers, Dekorationsmalern in Lyon, in die Lehre gegeben. 1772 liess er sich in Paris nieder und arbeitete dort gemäss der Hauptquelle drei Jahre lang bei Joseph‑Marie Vien.
1775 begleitete er Joseph‑Marie Vien nach Rom, als dieser die Leitung der Académie de France übernahm. In der römischen Künstlergemeinschaft teilte er sich den überlieferten Angaben zufolge ein Atelier mit Jean‑Germain Drouais und schloss Freundschaft mit Simon Denis. Die Dokumentation weist darauf hin, dass er viele Jahre in Italien blieb — die Quelle spricht von «zwei Jahrzehnten» —, bevor er nach Paris zurückkehrte.
Er stammte aus einer im Kunstbereich tätigen Geschwisterreihe und war der jüngere Bruder des ebenfalls als Maler tätigen François Sablet. Das Dossier vermerkt, dass der Vater, Jacob/Jacques Sablet, als Dekorationsmaler, Vergolder und Kunsthändler tätig war, womit der berufliche Hintergrund des familiären Umfelds umrissen wird.
Zu den ermittelten Werken zählt Élégie romaine (1791), ein Öl auf Leinwand, das als im Musée des beaux‑arts de Brest aufbewahrt angegeben wird. Weitere Werke werden in der Dokumentation erwähnt: La Mort de Pallas (1778), lokalisiert im Museum of Fine Arts in Houston, sowie ein Portrait d’Eleonora Chigi (1793), das im Kunstmuseum des Los Angeles County angegeben wird. Ebenfalls genannt werden ein Portrait de famille devant un port (1800), verzeichnet im Musée des beaux‑arts de Montréal, und Le Sacrifice d’un père, angegeben im Nationalmuseum in Stockholm.
Seine Teilnahme an den Salons ist dokumentiert: Die Quelle erwähnt 1791 ausgestellte Werke (Scène familière) und 1796 (Le Premier Pas de l’enfance).
Für die Erforschung des Künstlers wird die Dissertation von Anne van de Sandt (1984) mit dem Titel Jacques Sablet (1749‑1803). Biographie et catalogue raisonné als grundlegende Ressource und als Quelle eines Werkverzeichnisses angeführt.