Heinrich Danioth
Geboren 1896.
Gestorben 1953.
Heinrich Danioth (1896–1953) war ein Schweizer Maler und Dichter. Er wurde am 1. November 1953 in Flüelen.
Ab 1912 ausgebildet, erhielt er einen Teil seiner Schulung im Atelier von Rudolf Löw in Basel und besuchte Abendkurse an der dortigen Handelsschule. Seine Laufbahn begann er 1916, als er im Vaterhaus in Altdorf als freischaffender Künstler im eigenen Atelier arbeitete. Nach einem Militärdienst verzichtete er 1919 laut Quelle «aus künstlerischen Gewissensgründen» auf eine Stelle als Kirchenmaler im Oberwallis.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz im Jahr 1927 machte er sich laut Quelle daran, den Expressionismus im Kanton Uri einzuführen. Im selben Jahr schuf er für das Tellspielhaus in Altdorf die Wandfresken Tellsprung und Rütlischwur. 1929 liess er sich in Flüelen nieder und baute 1931 an den Höhen des Urnersees ein Wohnhaus mit Atelier.
1936 malte er das Fresko «Fundamentum», das sich laut Quelle heute im Bundesbriefmuseum in Schwyz befindet.
Neben seiner malerischen Arbeit führte Danioth detaillierte Tagebücher und veröffentlichte Sammlungen kurzer, oft humorvoller Verse. Sein bekanntester poetischer Text ist das Urner Krippenspiel (1945). 1951 schrieb er das Hörspiel The Sixth of the Seven Days, ein Werk, das ihm laut Quelle posthum den Innerschweizer Radiopreis einbrachte.
Privat heiratete er 1932 Hedi Weber; das Paar hatte zwei Töchter, Madeleine und Cilly.
Heinrich Danioth starb am 3. November 1953 nach einer fehlgeschlagenen Operation zur Entfernung eines Hirntumors. Seine Werke wurden vom 17.
Oktober bis zum 24. November 1954 im Kunstmuseum Luzern ausgestellt.

