Hans Berger
Geboren 1882.
Gestorben 1977.
Hans Berger (geboren am 8. April 1977 in Aire-la-Ville) war ein Maler schweizerischer Nationalität. Zunächst in einem Architekturbüro in Genf ausgebildet, wo er parallel dazu Zeichenkurse an der École des beaux-arts besuchte, ging er 1902 nach Paris und besuchte die École nationale supérieure des beaux-arts, während er in verschiedenen Architekturateliers arbeitete.
Im Frühjahr 1908 widmete er sich ernsthaft der Malerei und kopierte insbesondere im Louvre. Seine erste Einzelausstellung fand 1911 im Musée Rath in Genf statt, wo mehr als 70 Gemälde gezeigt wurden. Zwischen 1910 und 1951 nahm er regelmässig an den Schweizerischen Nationalausstellungen teil und gehörte 1932 und 1938 zu den an der Biennale von Venedig ausgestellten Künstlern.
Zu seinen Arbeiten zählen Fresken für die Hôpitaux universitaires de Genève und die École cantonale de Soleure sowie grafische Arbeiten, darunter Lithografien für La Grande Peur dans la montagne (Ramuz, 1945) und ein Porträt von Charles-Ferdinand Ramuz. 1924 liess er in Aire-la-Ville ein Atelierhaus errichten, wo er sich niederliess und bis zu seinem Tod lebte; daneben unternahm er zahlreiche Reisen nach Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien. 1914 heiratete er Emilia Meier von Winkel; auch ihr Sohn Jean-Louis Berger (1919–1995) wurde Maler.
Seine ersten Schuljahre verbrachte er in Solothurn (1889–1895), bevor die Familie nach Genf übersiedelte, wo er von 1896 bis 1898 das Collège de Genève besuchte. Anschliessend absolvierte er bis 1902 eine Lehre in einem Architekturbüro und setzte zugleich sein Zeichenstudium an der École des beaux-arts de Genève fort. Nach einem ersten Aufenthalt in Paris ab 1902 war seine durch ein Stipendium finanzierte Rückkehr im Jahr 1907 laut Quelle von einer Zeit der Einsamkeit und einer «tiefen existenziellen Krise» geprägt, die er durch die Lektüre Nietzsches überwand.
Seine künstlerischen Beziehungen führten zu Empfehlungen für einen Aufenthalt in der Bretagne (erwähnt von Alexandre Blanchet) sowie zu Arbeitsaufenthalten in Hochsavoyen und in der Provence in den Jahren 1909–1910.
Bei einem Besuch des Salon d’automne war er, ebenfalls laut Quelle, stark von den Werken Matisses beeindruckt; diese Feststellung beruht auf einer dokumentarischen Beobachtung und nicht auf einem formal nachgewiesenen Einfluss. Seine künstlerische Tätigkeit umfasste Kopien, Ateliergemälde und öffentliche Aufträge in Form von Fresken sowie grafische und lithografische Arbeiten. Sein Werk auf Papier und Leinwand ist in der Monografie von Gottfried Wälchli (Hans Berger : dessins, aquarelles, peintures, 1954) dokumentiert, die einen editorischen Überblick über seine Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde bietet.
Zu seinen Auszeichnungen zählen der dritte Preis beim Concours Diday im Jahr 1909 und der Preis der Stadt Genf im Jahr 1955. Seine Ausstellungslaufbahn, belegt durch Teilnahmen im Musée Rath, an den Schweizerischen Nationalausstellungen und an den Biennalen von Venedig, zeugt von der Anerkennung seiner künstlerischen Praxis im 20. Jahrhundert.