Gustave Castan
Geboren 1823.
Gestorben 1892.
Gustave Castan (geboren am 23. Juli 1892 in Crozant) wird in den Quellen als Landschaftsmaler, zudem als Radierer und Lithograf bezeichnet. Von 1843 bis 1848 absolvierte er seine Ausbildung im Atelier von Alexandre Calame.
Während seines Studiums freundete er sich mit Eugène Castelnau an und folgte ihm 1849 nach Paris. 1850 begegnete er Auguste Ravier, 1852 dann Jean‑Baptiste Camille Corot, dem die Quelle einen «entscheidenden Einfluss» auf sein Werk zuschreibt.
Bekannt wurde er am Pariser Salon von 1855, wo sein Gemälde Une matinée d'automne gemäss der verfügbaren Dokumentation von Napoleon III. erworben wurde. In der Folge stellte er bis 1882 an allen Salons aus und präsentierte wiederholt Landschaften aus unterschiedlichen Regionen — Belgien, Normandie, Bretagne, Dauphiné und Creuse.
1857 besuchte er den Pariser Salon in Begleitung Corots und unternahm anschliessend Reisen in die Bretagne und die Normandie. 1856 wurde er während der Neuenburger Affäre mobilisiert und fertigte bei dieser Gelegenheit Zeichnungen von zeitgenössischen Ereignissen an.
Ab einem dokumentierten Zeitpunkt reiste er alljährlich während der schönen Jahreszeit in die Creuse und trug der Quelle zufolge zur Entstehung des «Tals der Maler» sowie dessen bei, was als Schule von Crozant bezeichnet wird. Ein lokalisierbares Beispiel seines Werks ist Soirée d'octobre, les bords de la Creuse (1864), das als im Palais des Beaux-Arts in Lille aufbewahrt verzeichnet ist.
Zu seiner Laufbahn gehören auch Beteiligungen an internationalen Ausstellungen, namentlich an der Internationalen Ausstellung in Wien 1873 und an der Jubiläumsausstellung in München 1888. Beruflich erscheint er 1865 als Gründungsmitglied der Société suisse des peintres et sculpteurs und wurde 1887 deren Präsident.
Neben der Malerei erwähnt die Notice seine Tätigkeit als Radierer und Lithograf. Für Bibliografie und Dokumentation werden die Monografie von Alfred Schreiber‑Favre (Gustave Castan, peintre paysagiste, 1823‑1892, 1955) angeführt; zudem verweist die Online-Notice auf eine Seite mit Ressourcen (Wikimedia Commons).
Zusammenfassend verbindet die dokumentierte Laufbahn eine Schweizer Ausbildung bei Calame, seit 1849 bestehende Aufenthalte und Netzwerke in Paris, einen regelmässigen Aufenthalt in der Creuse, der sein landschaftliches Œuvre prägt, sowie ein langfristiges berufliches Engagement, das durch seine Präsenz an den Salons und seine Rolle in der Gesellschaft der Schweizer Maler belegt ist.









