Fritz Pümpin
Geboren 1901.
Gestorben 1972.
Fritz Pümpin, geboren am 29. März 1901 in Gelterkinden und am 5. Juli 1972 ebendort gestorben, verbindet die Malerei mit einer aufmerksamen Kenntnis der Region Basel.
Als Landschafts- und Porträtmaler sowie als Maler von Stillleben interessiert er sich auch für die Archäologie. Diese Tätigkeiten verleihen seinem Werdegang eine besondere Eigenart: Die Landschaft, die seine Bilder nährt, ist zugleich jene, deren alten Spuren er nachzugehen versucht.
Pümpin stammt aus einer Weinhandelsfamilie, absolviert zunächst eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet im väterlichen Betrieb. Parallel besucht er die Kunstgewerbeschule Basel und setzt seine Ausbildung in Museen und Ausstellungen fort. Seine frühen Werke zeugen von technischen Versuchen und stilistischen Erkundungen, die seine Stiftung in der Ausstellung Pümpin emotional wieder ins Licht gerückt hat.
In den 1930er-Jahren widmet er sich mit einem Atelier in Gelterkinden ganz der Malerei. Sein Werk bleibt gegenständlich und entsteht in Öl, Tempera und Pastell. Ab 1954 fertigt er auch Fresko-Wandmalereien an.
1961 ist ihm eine Ausstellung auf Schloss Ebenrain in Sissach gewidmet.
Die Landschaften des Baselbiets bilden einen wichtigen Teil seines Schaffens, erschöpfen jedoch nicht seine Themen. Herbstmarkt in Sissach, ein auf 1946–1947 datiertes Ölgemälde auf Leinwand in der Gemeindesammlung Sissach, erinnert an sein Interesse am lokalen Leben. Während des Zweiten Weltkriegs dokumentiert er zudem bildlich Ereignisse im Zusammenhang mit der Mobilmachung und der Basler Grenzregion.
Seine ab 1928 veröffentlichten archäologischen Forschungen führen ihn zur Mitarbeit in der kantonalen Kommission für Altertümer. Diese doppelte Aufmerksamkeit für Gegenwart und Vergangenheit eröffnet einen Zugang zu seiner Welt. Pümpin zu entdecken, lädt dazu ein, seine Gemälde als Begegnungen eines Malers mit einem vertrauten Gebiet, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern und seiner Geschichte zu betrachten.

