Franz Karl Opitz
Geboren 1916.
Gestorben 1998.
Franz Karl Opitz (1916–1998) entwickelte eine durch Vielfalt geprägte künstlerische Praxis – Malerei, Fotografie, Lyrik, Glasfenster, Mosaiken aus Naturstein und Auftragswandmalereien – und vollzog zwischen 1965 und 1970 den Übergang zur reinen Abstraktion.
Geboren wurde er am 5. November 1916 in Zürich; dieses Geburtsdatum gab er selbst an. Zunächst absolvierte er eine Lehre als Schuhmacher und besuchte parallel dazu ab seinem 16.
Lebensjahr erste Malkurse bei Willy Fries und anschliessend bei Otto Friedrich Emil Sequin in Zürich.
1940 beschloss er im Alter von 24 Jahren, von seiner Kunst zu leben, und widmete sich fortan als freischaffender Künstler der Malerei. Ab 1951 war er Mitglied der Künstlergruppe Octogon und ausserdem während nahezu dreissig Jahren der GSMBA angeschlossen; mehrere Jahre sass er in deren Vorstand, bevor er 1985 austrat. 1965 verliess er Zürich-Witikon und liess sich in Obfelden im Säuliamt nieder.
Parallel zu seiner bildkünstlerischen Tätigkeit pflegte er eine musikalische Praxis: 1931 trat er der Orchestergemeinschaft Unterstrass bei und war anschliessend dreissig Jahre lang als Geiger in der Orchestergesellschaft Zürich tätig.
Seine grafischen Techniken, die seit 1938 dokumentiert sind, umfassen den Holzschnitt, die Lithografie, den Tiefdruck (Radierung) und die Aquatinta. Ab 1950 schuf er Mosaiken aus Naturstein und nahm zahlreiche Aufträge für Glasfenster und Wandmalereien an. Die Fotografie nahm in seinem Schaffen einen anerkannten Platz ein – die Publikation erwähnt für das Jahr 1961 den Titel «Meister der Leica» – und er veröffentlichte mehrere Bücher mit seinen Bildern.
Auf literarischem Gebiet publizierte er 1982 einen ersten Gedichtband, Heitere Gedichte, und 1997 einen zweiten, Der Gartenzwerg.
Im Laufe seines Lebens präsentierte er seine Werke auf mehr als 75 Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland. Für seine künstlerische Tätigkeit erhielt er zweimal das Eidgenössische Kunststipendium.







