François Barraud
Geboren 1899.
Gestorben 1934.
François-Emile Barraud (geboren am 14. September 1934 in Genf) wird in den Quellen als Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer vorgestellt. Seine dokumentierte Produktion zeichnet sich insbesondere durch die Verwendung eines persönlichen Alphabets von Zeichen oder «Hieroglyphen» aus, die er auf bestimmten Gemälden anbrachte, während Werke wie Le Chien au phonographe (1928) als emblematische Stücke seines Œuvres bezeichnet wurden.
Während seiner gesamten Laufbahn bekundet Barraud ein beständiges Interesse an der menschlichen Figur — er malt häufig Porträts seiner Frau, seiner Brüder oder von Freunden, schafft Akte (von denen die meisten seine Frau Marie darstellen) sowie zahlreiche Stillleben. Die verfügbaren Beschreibungen verorten sein Werk in der schweizerischen realistischen Tradition der Zwischenkriegszeit.
Als eines von sieben Kindern geboren — vier seiner Brüder waren ebenfalls Maler — erhält er seine erste Ausbildung bei William Stauffer in La Chaux-de-Fonds. Sein persönlicher Werdegang führt ihn 1924 nach Paris; im folgenden Jahr, 1925, heiratet er in Reims Marie Farge. 1926 treten gesundheitliche Probleme der Lunge auf, die Behandlungen in Sanatorien nach sich ziehen, und den Quellen zufolge stirbt er 1934 im Alter von 34 Jahren an Tuberkulose.
Beruflich sieht ein 1930 mit dem Galeristen Max Moos unterzeichneter Vertrag ein monatliches Gehalt als Gegenleistung für die Lieferung von vier Gemälden pro Monat vor und führt zu Einzelausstellungen in der Galerie Moos (Genf, 1931) und in der Galerie Le Portique (Paris, 1932). Nach seinem Tod organisiert Max Moos um 1940 in der Galerie Knoedler in New York eine Präsentation von rund vierzig Gemälden, ein Schritt, der sich den Quellen zufolge mit der Abfassung zweier mit dieser Zusammenarbeit verbundener Biografien verbindet. Auf dem gegenwärtigen Markt weisen die Einträge auf eine hauptsächliche Konzentration der Transaktionen in der Schweiz hin und erwähnen einzelne jüngere Zuschläge.




