Firmin Massot
Geboren am 5. Mai 1766 in Genf (République de Genève).
Gestorben am 16. Mai 1849 in Genf (Schweiz).
Schweizerisch, aus Genf. · Genfer Schule · neoklassizistische Porträt- und Genremalerei um 1800.
Als Porträt- und Genremaler nimmt Firmin Massot innerhalb der Genfer Schule vom ausgehenden 18. bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine zentrale Stellung ein.
Seine Kunst entsprach den Erwartungen eines kosmopolitischen Milieus aus Genfer Familien, Reisenden und europäischen Auftraggebern am Genfersee.
Die Ausbildung an der Genfer Zeichenschule vermittelte ihm eine sichere zeichnerische Grundlage. Die Italienreise von 1787-1788, die Begegnung mit Jacques Sablet in Rom und die Auseinandersetzung mit der englischen Porträtmalerei erweiterten seinen Horizont. Daraus entwickelte Massot eine präzise, zurückhaltende Bildsprache, die Physiognomie, Stofflichkeit, Attribute und gesellschaftliche Präsenz der Dargestellten aufmerksam erfasst.
Sein Atelier am Fuß der Kathedrale Saint-Pierre wurde zu einem Treffpunkt für Auftraggeber, Schüler und befreundete Maler. Die Zusammenarbeit mit Jacques-Laurent Agasse und Adam-Wolfgang Töpffer verband häufig Figur, Landschaft und Tier zu besonders eleganten Kompositionen; auch im privaten Unterricht wirkte Massot weiter, unter anderem für Amélie Munier-Romilly und Nancy Mérienne.
Bildnisse von Madame de Staël, Madame Récamier, Kaiserin Joséphine sowie bedeutenden schweizerischen und europäischen Familien bezeugen den Rang seiner Kundschaft. Die im Musée d’art et d’histoire in Genf bewahrten Zeichnungen und Gemälde zeigen die Feinheit und Sicherheit seiner Porträtkunst. Swiss Art Gallery präsentiert ein Selbstbildnis, das als «Firmin Massot zugeschrieben» katalogisiert ist.
