Egbert Moehsnang
Geboren 1927.
Gestorben 2017.
Egbert Moehsnang (geboren am 9. November 2017 in Schüpfen) ist als Maler und Kupferstecher dokumentiert und wird in den Verzeichnissen als ein in der Schweiz tätiger Künstler vorgestellt.
Ab 1950 lebte er in der Schweiz und kam im selben Jahr nach Bern; ab 1954 stellte er aus. Ab 1963 präsentierte er seine Arbeiten in verschiedenen Institutionen und Galerien, darunter im Kunstmuseum Bern und in der Galerie Schindler in Bern. Zu den späteren bedeutenden Ausstellungen zählen eine Präsentation in der Galerie Schindler 1980, im Kunstmuseum Bern 1987 sowie zwei Ausstellungen in der Galerie Kornfeld («Golden Patience», 1999, und anschliessend die Retrospektive 50 Jahre Malerei und Graphik 1952–2002 im Jahr 2003).
2003 wurde sein Werk zudem im Musée Français de la Carte à Jouer in Paris präsentiert. Ein Arbeitsaufenthalt in Rom ist für 1961–1962 verzeichnet.
Zu den Druckgrafiken zählen eine Schlachtenmappe – eine auf 1967 datierte Serie von zehn Kupferstichen – sowie eine Ausgabe auf Velin (ein Exemplar 21/45, sämtliche Blätter signiert und datiert, wird in einem Auktionskatalog erwähnt). Darüber hinaus realisierte er Aufträge für den öffentlichen Raum, darunter Glasfenster für die Kirche von Berzona, für die Église française in Bern und für das ehemalige Kloster auf der St. Petersinsel, Gemälde für die Orgeltüren der Stadtkirche Biel sowie ein Diptychon für das Kirchgemeindehaus in Steffisburg. Die Dokumentation weist ausserdem auf eine späte Nutzung des Computers als Arbeitsinstrument hin, mit dem er grossformatige Tiefdrucke herstellte.
Der schriftliche Nachlass und ein Teil des künstlerischen Bestands befinden sich in der Burgerbibliothek Bern, während ein bedeutender Bestand der Druckgrafik in der Sammlung der ETH Zürich vertreten ist. Ihm sind mehrere Publikationen gewidmet, darunter eine gemeinsam mit Paul Nizon realisierte Veröffentlichung sowie das Buch Das Buch als Gesamtkunstwerk (2003).
Insgesamt ermöglicht die verfügbare Dokumentation, eine zwischen Malerei und Druckgrafik geteilte Praxis zu beschreiben, die sich in datierten Druckgrafikserien, Interventionen für öffentliche Orte sowie einer Beschäftigung mit dem Künstlerbuch und den Auflagen zeigt; zugleich sind seine Archive und Druckgrafiken in erheblichem Umfang in Schweizer Institutionen bewahrt.