Edouard Castres
Edouard Castres (auch Édouard geschrieben) ist der Schöpfer des Rundpanoramas, das die Kapitulation und den Übertritt der Armee von General Bourbaki über die Schweizer Grenze darstellt.
Er wurde am 21. Juni 1838 in Genf, im Quartier Saint-Gervais war in seiner Heimatstadt Schüler von Barthélemy Menn und setzte anschliessend sein Studium in Paris fort, insbesondere an der École des Beaux-Arts.
Als Freiwilliger des Französischen Roten Kreuzes bei der Ostarmee während des Krieges von 1870–1871 erlebte er im Februar 1871 den Rückzug der Armee in die Schweiz mit; das Panorama schildert diesen Übertritt im Winter 1871.
Benjamin Henneberg erteilte den Auftrag für das Panorama: Castres begann bereits 1876 mit Studien zu diesem Thema und führte das Gemälde ab 1881 während vier Jahren in Genf aus, unterstützt von einem Team von Malern, zu dem laut Quelle auch Ferdinand Hodler gehörte.
Das 112 Meter mal 10 Meter grosse Panorama Bourbaki wird in Luzern in einem eigens ihm gewidmeten Museum gezeigt.
Zu seinen Schülern zählt Rodolphe Piguet; Castres erscheint in Verzeichnissen Schweizer Maler und war 1975 Gegenstand eines Ausstellungskatalogs von Marc-Antonio Barblan; eine lokale Würdigung bezeichnet ihn als «grossen unbekannten Genfer Maler» und identifiziert ihn häufig als einen mit dem Kanton Genf verbundenen Maler.











