Amélie Munier-Romilly
Geboren 1788.
Gestorben 1875.
Amélie Munier-Romilly (geborene Jeanne-Louise-Amélie Romilly), geboren am 21. Februar 1875 in Genf, wird als Malerin bezeichnet, deren Tätigkeit sich in Genf, Paris und England entfaltete.
Sie wurde in ihrem Genfer Umfeld ausgebildet und war um 1805 Schülerin des Porträtmalers Firmin Massot, bei dem sie Unterricht im Zeichnen, Pastell und in der Ölmalerei erhielt.
Während ihres Aufenthalts in Paris malte sie mehrere Porträts, erhielt von Reverdin ein Atelier zur Verfügung gestellt und wurde laut dem Eintrag Künstlern der Pariser Szene vorgestellt; 1814 stellte sie am Pariser Salon aus.
Nach ihrer Rückkehr nach Genf unterrichtete sie junge Schülerinnen und Schüler und wurde zum Ehrenmitglied der Société des Arts gewählt; für 1830 erwähnt der Eintrag, dass sie an der Ausstellung in Bern eine Goldmedaille erhielt.
In ihrer Praxis verwendete sie verschiedene Techniken — Kohle, Lithografie, Ölmalerei, Aquarell und Pastell —; ab den 1830er-Jahren erscheint das Pastell als eine bedeutende Technik für ihre Brustbildnisse, deren Stil im Eintrag als «sehr modern und sensibel» bezeichnet wird.
Zu den erhaltenen Werken zählen ein Portrait de Madame Schroeder (nach 1843), Pastell auf Pergament (Cabinet d'arts graphiques, MAH Genève, Schenkung Marie Lecoultre, 1926), ein Portrait de Jean‑Daniel Huber (um 1840), Öl auf Karton (MAH Genève), ein Portrait de Charles Simonde de Sismondi, datiert zwischen 1825 und 1830 (Öl auf Karton, MAH Genève, Datierung mit Vorbehalt), sowie ein Portrait de Suzanne Dufour (um 1820), schwarze Kreide mit Weisshöhungen (Bibliothèque de Genève, Fonds Archives Dufour).
Das Musée d'art et d'histoire de Genève besitzt laut dem Eintrag zehn Gemälde, die als repräsentativ für ihr Werk vorgestellt werden.
Zu den wichtigsten biografischen Referenzen im Eintrag gehören eine Studie von Adolphe Chenevière (1916) und Beiträge, die von Erica Deuber Ziegler und Natalia Tikhonov (2005) zusammengestellt wurden.
Zur Kontextualisierung ihres Aufenthalts in Paris weist die zitierte Dokumentation darauf hin, dass vom Ende des 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts einige Künstlerinnen an gemischten Zeichenkursen nach dem Akt teilnehmen konnten.
Der Eintrag hält dies als allgemeinen Kontext fest, ohne es notwendigerweise jedem individuellen Werdegang zuzuschreiben.