Albert Trachsel
Geboren 1863.
Gestorben 1929.
Albert Trachsel (1863–1929), in Nidau geboren und in Genf ansässig, entwickelt ein Werk, in dem Malerei, Architektur und Schreiben aufeinander bezogen sind. Nach einer Kindheit in Genf studiert er Architektur an der École des beaux-arts de Genève, 1881 am Polytechnikum Zürich und anschliessend in Paris. Seine Reisen nach Spanien, Italien und in den Norden Frankreichs nähren seine Forschungen.
In Genf schliesst er unter anderem Freundschaft mit Ferdinand Hodler und dem Bildhauer Rodo; ab 1889 verkehrt er im Umfeld der Pariser Symbolisten. 1891 zeigt er im Salon des Indépendants Zeichnungen utopischer Architekturen und beteiligt sich anschliessend am Salon de la Rose-Croix. Nach seiner Rückkehr nach Genf im Jahr 1893 bereitet er Les fêtes réelles vor, ein Album architektonischer Entwürfe, das die unvollendete Trilogie Le poème eröffnet und mit den Texten Le cycle und L’harmonie verbunden ist.
1896 entwirft er die Ausstattung des chinesischen Schattentheaters Le Sapajou für die Schweizerische Landesausstellung. Seit 1901 in Genf ansässig, widmet er sich der Malerei und dem Schreiben. Zwischen 1905 und 1914 schafft er Paysage de rêve, eine Serie imaginärer Landschaften, die als Übertragungen innerer Zustände konzipiert und mit seinen fantastischen Erzählungen verbunden sind.
Nach 1914 malt er Genfer Landschaften ohne Bezug zu diesen visionären Welten. Diese Entwicklung macht Trachsel zu einer singulären Figur des Schweizer Symbolismus um 1900.









