Das Pferd begleitet seine Vorstellungswelt seit seiner Kindheit. Nach dem Tod seiner Eltern wird er zusammen mit seinem Bruder in der Schweiz bei einem reitenden Onkel aufgenommen, dem eine Reithalle in der Nähe von Bern gehört; schon in jungen Jahren zeichnet er Pferde. Seine Biografie stellt ihn als Autodidakten ohne Ausbildung an einer Kunstschule vor. 1935 kehrt er nach Frankreich zurück und erwirbt ein Lehrerdiplom. 1960 beschliesst er, die Malerei zu seinem Beruf zu machen.
Pferde bleiben ein bevorzugtes Thema, doch sein Repertoire umfasst auch Blumen, Natur, Züge und Akte. Er erklärt, dass seine Pferde ihren Platz in dem abstrakten Bereich gefunden haben, den er in seinen Gemälden erschloss: Figuration und nichtgegenständliche Formen sind in seinem Schaffen also keine getrennten Wege. Trincot verbindet die informelle Malerei mit völliger Freiheit im Farbauftrag. Diese Auffassung verdeutlicht, welche Bedeutung er der Begegnung zwischen einem erkennbaren Motiv und einem abstrakten Raum beimisst, ohne sein Werk auf ein einziges Motiv zu reduzieren. Ein auf 1990 datiertes Ölgemälde auf Leinwand im Format 40 × 80 cm bietet einen konkreten Anhaltspunkt in seinem Werk.
Die in seiner Biografie aufgeführten Ausstellungen führen ihn unter anderem 1957 nach Paris, 1967 nach Frankfurt und New York sowie 1968 nach Cannes. Eine andere Quelle nennt ausserdem Frankreich, New York, Zürich, Luxemburg und Monte-Carlo. Er wird als Mitglied des Salon des Indépendants de Paris geführt und mit dem Preis « Signatures », einer Medaille von Arts, Sciences et Lettres sowie dem Titel Officier du Mérite culturel et artistique ausgezeichnet. Eine Biografie erwähnt zudem mehrere Preise, die er zwischen 1962 und 1993 für seine Gemälde und sein künstlerisches Engagement erhielt. Er organisierte seine Ausstellungen selbst, da er nicht von Kunsthändlern abhängig sein wollte. 1985 beteiligt er sich ausserdem an der Gründung des Vereins M.A.J.E.P.T., der ein Spielzeugmuseum in Colmar eröffnen soll.
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