Geboren : 1879Gestorben : 1968Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Der Werdegang von Léopold Survage verbindet die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Farbe und Musik mit Projekten für den abstrakten Film, die Bühne, Textilien und die monumentale Malerei. Bevor er sich der Malerei widmet, arbeitet er von 1897 bis 1900 als Lehrling in der Klavierwerkstatt seines Vaters. 1899 schreibt er sich an der École des beaux-arts in Moskau ein, wo er bei Constantin Korovine und Leonid Pasternak studiert. 1908 zieht er mit Hélène Moniuschko, die er im selben Jahr geheiratet hat, nach Paris, besucht die Akademien Matisse und Colarossi und beginnt ab 1911 auszustellen.
1914 entwickelt er das Konzept des «farbigen Rhythmus», das eine Analogie zwischen visueller Farbe und Musik herstellt, und präsentiert seine Ideen zum abstrakten Film am Salon des indépendants. Sein Schaffen umfasst auch die Gestaltung von Bühnenbildern und Kostümen für die Ballets russes von Serge de Diaghilev, den Entwurf von Stoffen für Chanel sowie die Ausführung religiöser Werke. In den 1950er- und 1960er-Jahren widmet er sich der monumentalen Malerei und schafft unter anderem ein Fresko für den Palais des Congrès de Liège. Am 12. März 1963 wird er zum Offizier der Légion d’honneur ernannt.
Die Galleria d’Arte Moderna in Genua führt Pecheuses de Collioure, datiert auf 1930 und mit den Massen 115 × 160 cm, unter der Inventarnummer GAM1190. Auch das Art Institute of Chicago verzeichnet mehrere Werke von Survage, darunter Composition (1915), Nice (1916), Abstract Cityscape (1924) und Hand Holding Cloth (1929). Eine kommerzielle Biografie erwähnt seine Teilnahme an Dance of Colours. Nijinsky’s Eyz and Abstraction in der Hamburger Kunsthalle im Jahr 2009 sowie an Léopold Survage : Abstrait ou cubisme im Musée Ianchelevici 2017–2018. Sein Werk wurde unter anderem in Survage, les années héroïques von Jeanine Warnod, erschienen 1993, und in Survage, les années Collioure, 1925-1932 von Daniel Abadie, veröffentlicht 2012, untersucht.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Léopold Survage sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
14 Referenzen sind bei Dobiaschofsky, Kornfeld, Genève Enchères, Schuler, Piguet, Germann dokumentiert. Jeder Eintrag verweist auf seine Quelle; die Beträge sind keine allgemeine Bewertung des Künstlers.
Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19