Der rumänische Maler und Zeichner Iosif Iser studierte in München, arbeitete als Karikaturist und hielt sich in Paris auf. Seine Mitarbeit an Zeitungen begleitete eine dauerhafte Beschäftigung mit grafischen Techniken. Während eines Pariser Aufenthalts 1921 ermutigte ihn Pascin zur Druckgrafik, die ihm ein weiteres Arbeitsfeld für seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur eröffnete.
In der Tatarenfamilie im Nationalen Kunstmuseum Rumäniens versammelt sich eine trauernde Gruppe auf einem muslimischen Friedhof in der Dobrudscha. Kompakte Figuren und die Geometrie der Grabsteine gliedern das grosse Gemälde. Das Museum verbindet diesen Bildaufbau mit dem Erbe Cézannes. Isers Interesse an der Zeichnung belegt auch der 2018 von der Bibliothek der Rumänischen Akademie vorgestellte Bestand: mehr als siebenhundert Zeichnungen und rund sechzig druckgrafische Blätter, die weitgehend auf Schenkungen des Künstlers zurückgehen.
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