Nasser Ovissi, 1934 in Teheran geboren, verbindet in seiner Malerei persische Bildtraditionen mit einer modernen Formensprache. 1956 schloss er sein Studium der Rechts- und Politikwissenschaften an der Universität Teheran ab. Daneben verfolgte er eine diplomatische Laufbahn und war unter anderem Kulturattaché in Rom und Madrid. Nach der iranischen Revolution von 1979 widmete er sich seiner Kunst, lebte in Spanien und ließ sich später in Virginia nieder.
Stilisierte Frauen, Pferde, Granatäpfel und mythische Gestalten bilden sein Repertoire. Geometrische Ornamente und kalligrafische Rhythmen gliedern farbintensive Kompositionen. Wiederholte persische Verse machen die Schrift zu einem eigenständigen bildnerischen Element. Seine 1978 veröffentlichte Folge Omar Khayyam Etchings dokumentiert diesen Dialog zwischen grafischem Schaffen und klassischer Dichtung, der auch seine Gemälde prägt.
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