Der in Berlin geborene und gestorbene deutsche Maler Franz Skarbina (1849–1910) verankert seinen Werdegang im künstlerischen Leben der Hauptstadt, wo er künstlerisches Schaffen, Lehre und gemeinschaftliches Engagement miteinander verbindet. Sein Vater, Nikolaus, ist Goldschmied und stammt aus Agram; seine Mutter, Henriette Kayser, ist die Tochter eines Wappenmalers. Für die Jahre 1865 bis 1868 wird Julius Schrader als sein Lehrer genannt. Nach seinem Studium eröffnet Skarbina sein eigenes Atelier an der Prinzenstrasse 21 in Berlin und gibt Zeichenunterricht. Eine Reise in den Jahren 1871–1872 führt ihn nach Dresden, Wien, Venedig, Meran, München und Nürnberg. 1877 besucht er die Niederlande, Belgien und Frankreich, wo er Unterricht nimmt.
In Paris prägen ihn die Impressionisten: Er malt Szenen aus dem Pariser Leben in diesem Stil. Er lebt hauptsächlich von 1882 bis 1886 dort und stellt seine Gemälde ab 1883 im Pariser Salon aus. In dieser Zeit reist er auch nach Nordafrika, Holland und Belgien. 1878 wird er Professor an der Berliner Akademie. Zudem leitet er die Abteilung für akademisches Zeichnen und Anatomie an der Berliner Kunstgewerbeschule. Die Biografie hält fest, dass er ab 1888 an der Akademie der bildenden Künste unterrichtet; 1892 wird er zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste ernannt.
1892 gehört er der Vereinigung der XI an, die als unter anderem von Skarbina, Max Liebermann und Walter Leistikow gegründet beschrieben wird; sechs Jahre später zählt er zu den Gründern der Berliner Secession. 1895 wird er Illustrator und Berater der Zeitschrift Pan. 1902 kehrt er in die Berliner Künstlergesellschaft zurück und übernimmt dort offizielle Funktionen. Zu den erwähnten Werken gehören Dame am Strand (1883), Schlesisches Tor (1894), Allerheiligen (St.-Hedwigs-Friedhof) (1896), das in der Alten Nationalgalerie Berlin aufbewahrt wird, und Unter dem Weihnachtsbaum (1892), das sich im Stadtmuseum Berlin befindet. Eine Losbeschreibung bezeichnet zudem Spielende Kinder am Strand als Öl auf Holz, 21,5 × 19,5 cm, unten rechts mit «F. Skarbina» signiert.
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Lempertz · Genève Enchères · Piguet
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