Geboren : 1855Gestorben : 1930Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Georges Stein malt die Strassen und Stadtlandschaften der Belle Époque. Sein Repertoire umfasst Paris und London, aber auch Melun, Vichy, Bern, Lausanne und Genf. Seine Szenen werden als von Spontaneität, Bewegung und einem ausgearbeiteten Licht belebt beschrieben, das die Betriebsamkeit von Paris wiedergibt; die Quelle stellt diese Behandlung in Zusammenhang mit dem Einfluss von Jean Béraud. Er wurde bei Jules Lefebvre und Gustave Boulanger ausgebildet.
1906, in Montigny-sur-Loing ansässig, zeigte er acht Gemälde am Salon des indépendants. Der Ausstellungskatalog führt unter anderem Parisienne (effet de nuit), La rue Auber au crépuscule, Brouillard sur la Seine und Boulevard des Italiens auf, letzteres als Pastell bezeichnet. Als Mitglied der Société des artistes français stellte er von 1912 bis 1914 an deren Salon aus, während er in Melun wohnte. Zu den erwähnten Werken gehören 1912 Le Pont de Westminster à Londres und 1913 La route de Turin à Nice und Crépuscule parisien, beide als Aquarelle bezeichnet. Der Katalog von 1914 umfasst unter anderem Soleil d’hiver à Nice und Dans la forêt de Fontainebleau. 1910 schuf Stein auf Wunsch von Léon Roubot, Direktor des Élysée-Palace, vier grosse Leinwände für die Ausstattung des neuen Casinos von Vichy. Sie thematisieren die Freizeitvergnügungen des Kurorts, von Kutschfahrten über Brasserien bis hin zum Casino und zur Pferderennbahn.
Mehrere Werke befinden sich in französischen Museen. Das Musée Carnavalet in Paris besitzt unter anderem Cavaliers et attelages, avenue du Bois sowie das Plakat Grands magasins du Pont-Neuf, Paris, Jouets, Étrennes 1899. Das Musée d’Art et d’Histoire de Melun bewahrt Le Marché aux fleurs à Paris und das Pastell La Place de l’Opéra le soir sowie drei Gemälde zum pont aux Fruits. Auf Le Pont aux Fruits le soir verorten die Widmung an Émile Gaulard und die Signatur mit der Nennung von Georges Stein und Melun das Werk in einer persönlichen Beziehung zur Stadt. In Vichy zeigte die Ausstellung Échappées bucoliques 2009 L’arrivée des calèches und Fête des Fleurs devant la source des Célestins à Vichy, ein Ölgemälde auf Leinwand im Format 130 × 195 cm aus einer Privatsammlung. Zu seiner Tätigkeit gehört auch die Illustration: 1886 zählt er zu den Illustratoren von À mort von Rachilde; später wirkt er an den Illustrationen von Les Grands boulevards von Léo Claretie mit, das 1897 veröffentlicht wurde.
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Dobiaschofsky · DognyAuction · Schuler · Piguet
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Schuler · Los 1042
eigentlich Séverin Louis Stein (Paris 1864–1917 Genf) Die Kathedrale Notre-Dame de Paris von der Place Jacques-Duhamel aus gesehen
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