Der britische Maler, Lithograf und Jazzmusiker Alan Davie (James Alan Davie, 1920–2014) besuchte Ende der 1930er-Jahre das Edinburgh College of Art und begann, mit der Society of Scottish Artists auszustellen. Nach dem Krieg spielte er Tenorsaxofon im Orchester von Tommy Sampson, mit dem er durch Europa tourte, und trat auch mit Ronnie Scott und Johnny Dankworth auf. 1948 wurde Peggy Guggenheim bei einer Ausstellung in Venedig auf seine Arbeit aufmerksam und kaufte ihm Gemälde ab; ab 1950 widmete er sich hauptsächlich der Malerei.
Die Lektüre des Buches von Eugen Herrigel über Zen und Bogenschiessen im Jahr 1953 prägte seine Auffassung von der malerischen Geste: Davie verband Spontaneität mit Zen-Praxis. Er suchte ohne Planung und so automatisch wie möglich zu malen, in einem Ansatz, der insbesondere darauf abzielte, das Unbewusste hervortreten zu lassen. Da er oft mehrere Gemälde gleichzeitig schuf, beschrieb er seine Bilder eher als Ensembles von Zeichen und Symbolen denn als reine Abstraktionen. Seine Bildsprache beruht laut dem konsultierten biografischen Eintrag auf der Vorstellung, dass verschiedene Kulturen Symbole teilen.
Er arbeitete auf Leinwand und Papier, schuf ab den 1960er-Jahren Lithografien und fertigte auch Tapisserien an. Das Stedelijk Museum in Amsterdam zeigte sein Werk 1962. Das Art Institute of Chicago führt unter anderem The Three Look the Other Way (1957), For the Incantation to the Entrance (1964) und XIV, from Zurich Improvisation (1965) auf. Ein Auktionskatalog beschreibt zudem The Studio No 37 (1975) als ein signiertes und rückseitig datiertes Ölgemälde auf Leinwand im Format 122 × 152,5 cm.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Alan Davie sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
10 Referenzen sind bei Artcurial Beurret Bailly Widmer, Kornfeld, Schuler, Germann, Piguet dokumentiert. Jeder Eintrag verweist auf seine Quelle; die Beträge sind keine allgemeine Bewertung des Künstlers.
Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19