Bei Marco Gastini beschränkt sich die Malerei nicht auf die Oberfläche: Ihr Verhältnis zum Raum, zugleich mental und physisch, durchzieht seine künstlerische Sprache, während die Werke über Leinwand, Papier oder andere Träger hinaus in die Wände und deren Umgebung hineinreichen. 1938 in Turin geboren, schloss er dort 1960 sein Studium an der Akademie der Schönen Künste ab. Ab 1966 unterrichtete er an einer weiterführenden Kunstschule, wo er bis 1985 blieb.
1970 entstanden seine ersten Abgüsse aus Blei und Antimon auf Wänden: Material und Träger werden so Teil einer Praxis, die Malerei über den traditionellen Rahmen hinaus verhandelt. Nach einer Phase farbloser Arbeiten in Weiss, Schwarz und Graffiti auf hellen Flächen kehrt die Farbe mit Kraft zurück. Gastini arbeitet nun mit verschiedenen Materialien — Holz, Stein, Pergament, Eisen, Kreide oder Terrakotta —, deren Farben ebenfalls in seine Entscheidungen einfliessen. Diese Ausdehnung in den Raum erhält auch eine architektonische und urbane Dimension: Er realisiert Installationen an Fassaden, auf Plätzen und unter Loggien.
1976 und 1982 wird er zur Biennale von Venedig eingeladen; 1980 zeigt er seine Arbeit auch im Centre d’Art Contemporain in Genf. Die biografische Ausstellungsliste nennt ausserdem 1990 die Galerie Brandstetter & Wyss in Zürich. Marco Gastini lebte von 1938 bis 2018.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Marco Gastini sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
5 Referenzen sind bei Germann, Schuler dokumentiert. Jeder Eintrag verweist auf seine Quelle; die Beträge sind keine allgemeine Bewertung des Künstlers.
In Auktionen dokumentierte Werke
Fotografie : Germann · Bild vergrößern ↗
Germann
New York, 1979
Zeichnung, Collage und Mischtechnik auf Papier
Originaltext des Katalogs
New York, 1979 Zeichnung, Collage und Mischtechnik auf Papier.
Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19