Der Werdegang von Kim En Joong verbindet die Malerei mit einem Leben als Dominikaner und der Gestaltung von Glasfenstern, wobei das Projekt an der Basilika Saint-Julien in Brioude einen wichtigen Meilenstein darstellt. Er wurde an der École des Beaux-Arts in Seoul ausgebildet und besuchte auch Französischkurse; seiner Biografie zufolge brachte ihn 1956 die Begegnung mit einem Kalligrafielehrer zu den grafischen Künsten. 1969 kam er nach Europa und studierte in der Schweiz Kunstgeschichte, danach Theologie und Metaphysik.
1970 trat er in den Dominikanerorden ein und wurde vier Jahre später zum Priester geweiht. In Paris wurde das Kloster der Verkündigung zu seinem Ort des gemeinschaftlichen Lebens und der künstlerischen Arbeit. Nachdem er bereits während seines Studiums in Seoul ausgestellt hatte, zeigte er 1973 in der Galerie Massol in Paris seine ersten schwarz-weissen Werke. Seiner Biografie zufolge gab er danach die Acrylmalerei zugunsten der Ölmalerei auf und schuf grossformatige Arbeiten, in denen die Weissflächen zurücktreten und die Farben stärker hervortreten. 1982 widmete ihm die Galerie Chave in Vence eine erste Ausstellung. 2007 erhielt er gemeinsam mit dem Glasmaler Bruno Loire nach einem Wettbewerb mit 54 Teams den Auftrag für die Glasfenster der Basilika in Brioude. Das Projekt umfasst 37 Fensteröffnungen mit insgesamt 150 m² Glasflächen. Im August 2010 wurde ihm insbesondere für die Glasfenster von Brioude der Ordre des Arts et des Lettres im Rang eines Offiziers verliehen. Das 2009 gegründete Institut Kim En Joong hat zum Ziel, Begegnungen zu organisieren und Kunstschaffende im Geist der sakralen Kunst zu begleiten. 2011–2012 zeigt das Centre international du Vitrail die Ausstellung « Kim En Joong – Entre ciel et terre ».
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Dobiaschofsky · Genève Enchères · Schuler
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