Geboren : 1926Gestorben : 2012Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Sein Werdegang ist früh von Gauguin geprägt, später von Roger Bissière und der informellen Abstraktion der École de Paris. Malerei und Zeichnung zeugen von einem Wechselspiel zwischen der Beobachtung des Alltags und der Neuerfindung allgemeiner Formen. Im Bildraum treten Farbe und Zeichnung miteinander in Dialog; der als subtil und vibrierend beschriebene Strich kann zögerlich wirken, ohne an Präzision einzubüssen. Papier ist sein bevorzugter Bildträger, auch für grossformatige Arbeiten, die er anschliessend auf eine auf Keilrahmen gespannte Leinwand aufzieht. Häufig arbeitet er in Werkgruppen, etwa Les Bateaux-feu, Les Jardins, Les Veilleurs und Les Mains, und greift auch Werke von Frans Hals – insbesondere seine Régentes – und Paul Cézanne wieder auf, darunter seine Baigneurs und Baigneuses.
Auch der Austausch mit Schriftstellern nimmt in seinem Werdegang einen wichtigen Platz ein: Gemeinsam mit Paul Louis Rossi, Jean-Pierre Abraham und Charles Juliet konzipiert er zahlreiche Bücher. Seine Ehefrau, die Schriftstellerin Antoinette Dilasser, gilt als seine wichtigste Interpretin. 1990 veröffentlicht Jean-Marc Huitorel Dilasser bei den Éditions de La Différence.
Seine Ausstellungen erstrecken sich über mehrere Jahrzehnte. 1975 zeigt ihn die Galerie La Roue in Paris; 1986 stellt das Musée des beaux-arts de Rennes seine Gemälde und Arbeiten auf Papier aus. Im Jahr 2000 organisiert der Frac Bretagne in der Galerie du Faouëdic in Lorient Peintures et dessins 1988-2000. Nach seinem Tod zeigt das Domaine de Kerguéhennec 2013 François Dilasser. L’atelier – Œuvres choisies 1972-2007; 2015 widmet das Mamco in Genf mehreren Werkgruppen eine Ausstellung, darunter Les Veilleurs, Les Régentes und Les Bateaux-feu. Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen. Der Frac Normandie besitzt Bateau-feu (1992), in Acryl auf Papier ausgeführt und auf Leinwand aufgezogen; das Centre national des arts plastiques bewahrt Printemps (1984), in Öl und Acryl auf Leinwand, und das Musée des Beaux-Arts de Quimper La Mer Rouge III ou Le Passage de la mer Rouge (1990). Die Sammlung des Frac Bretagne umfasst unter anderem Horizontales sur fond gris + bleu (1976), zwei Werke Sans titre aus den Jahren 1982 und 1983 sowie Métamorphoses (1993), eine auf Leinwand aufgezogene Papierarbeit.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu François Dilasser sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
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Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19