
Ohne Titel, 1984
Kreide, Kohle und Aquarell auf Papier.
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Moshe Gershuni (1936–2017), in Tel Aviv geboren, nimmt einen wichtigen Platz in der israelischen Nachkriegskunst ein. In den 1970er Jahren gehörte er einer konzeptuellen Avantgarde an, die den Schaffensprozess und die politische Bedeutung der Kunst untersuchte. Seine Teilnahme als Vertreter Israels an der Biennale von Venedig 1980 markiert die Wende zu einer ausgeprägt körperlichen Malerei.
Auf am Boden liegenden Papierbögen verteilte er Farbe mit den Fingern und verband Material, Geste und hebräische Schrift. Gebete, Erinnerung an die Shoah, Soldaten und Blumenbilder begegnen einander in einem Werk, das persönliche Erfahrung mit kollektiver Geschichte verknüpft. Das Tel Aviv Museum of Art widmete ihm 2010–2011 eine Retrospektive. 2014 zeigte die Neue Nationalgalerie Berlin No Father No Mother und vereinte malerische, sprachliche und erinnerungsbezogene Aspekte seines Schaffens.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Moshe Gershuni sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
Germann
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