Geboren : 1869Gestorben : 1954Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Albert Andrés Werdegang reicht von einer Ausbildung zum technischen Zeichner bis zu einer Malerei, in der die Farbe zur Gestaltung des Volumens beiträgt. Bevor er nach Paris ging, bildete er sich in seiner Geburtsstadt zum technischen Zeichner aus; die Tomaselli Collection erwähnt ausserdem eine Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Lyon und anschliessend seinen Eintritt im Alter von 23 Jahren in das Atelier von William Bouguereau an der Académie Julian. Die Quellen nennen zunächst den Einfluss von Delacroix, dann die Bedeutung Cézannes für die Aufhellung seiner Palette und für seine Entdeckung eines durch Farbe erzielten Volumens; sie heben auch die prägende Rolle seiner Freundschaft mit Renoir hervor. Sein Werk behandelt vielfältige Themen, insbesondere städtische Szenen mit Figuren und Interieurs; Maisons et collines à Laudun ist dafür ein dokumentiertes Beispiel: ein Ölgemälde auf Leinwand, rechts unten signiert, auf dessen Rückseite sich ein auf 1927 datiertes Künstleretikett befindet.
Nach seiner Arbeit in Paris liess sich André im Midi nieder. 1917 nahm er die Stelle als Konservator des Museums von Bagnols-sur-Cèze an, die er bis zu seinem Tod 1954 innehatte. Von 1904 bis 1944 stellte er im Salon d’Automne aus, wurde dessen Mitglied und gestaltete 1927 das Ausstellungsplakat; ab 1923 wurden seine Werke bisweilen im Salon des Tuileries gezeigt. 1924 stellte er auch in New York und Buenos Aires aus. Über Paul Durand-Ruel, Renoirs Kunsthändler, verkaufte er viel in den Vereinigten Staaten. Seine Verbindung zu Renoir zeigt sich auch in seinen Schriften: 1923 hielt er seine Erinnerungen an den Maler im Vorwort eines Collotypie-Albums fest, das dessen Werken gewidmet war.
2015 wurde ihm in Montbéliard eine Ausstellung unter dem Titel « Albert André, intimité d’un peintre réaliste » gewidmet, anschließend eine weitere vom 11. Oktober 2019 bis zum 9. März 2020 in den Archives départementales du Gard in Nîmes.
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