Geboren : 1838Gestorben : 1913Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Der französische Maler, Graveur und Bildhauer Pierre Prins (1838–1913) verfolgte eine künstlerische Praxis, deren verschiedene Bereiche sich auch in seinem Werdegang widerspiegeln: die Ausbildung im Zeichnen, das Erlernen der Verarbeitung unterschiedlicher Materialien und die Beteiligung an einer Künstlervereinigung. 1861 schrieb er sich an einer Schule für dekorative Künste für Zeichenkurse ein. Als Lehrling bei seinem Grossvater mütterlicherseits lernte er, mit Horn, Metallen, Elfenbein und Edelhölzern zu arbeiten. 1869 übernahm er gemeinsam mit seiner Schwester Marie Lucienne das Geschäft ihrer Grosseltern Bourgeois; fünf Jahre später beteiligte er sich an der Gründung der Société anonyme des artistes peintres, sculpteurs et graveurs. Nach einer Trauerzeit nahm er 1878 die Freilichtmalerei wieder auf und stellte seine Staffelei auf Wiesen und in Obstgärten auf.
Die Landschaften der Île-de-France blieben seine bevorzugten Motive, auch wenn ihn seine Reisen in die Bretagne, die Normandie, nach Aquitanien, England und Belgien führten. 1894 vertraute Jean-François Raffaëlli ihm das Erproben der von ihm erfundenen Ölfarbstifte an. In Paris widmete ihm die Galerie Georges Petit 1890 die Ausstellung « Pastels de Pierre Prins », in der 43 Gemälde gezeigt wurden. 1907 fanden Ausstellungen in Paris, Berlin, Köln und Düsseldorf statt. Drei Jahre später zeigte die Galerie Georges Petit in Paris 48 Stillleben sowie verschiedene Ölgemälde und Pastelle. 2013 organisierte das musée de Fécamp unter dem Titel « Pierre Prins, un pastelliste impressionniste » eine dem Künstler gewidmete Ausstellung.
Die Vielfalt seines Schaffens zeigt sich auch in einem patinierten Gipsrelief mit der Darstellung von Fanny Prins, das im musée d’Orsay aufbewahrt wird und um 1877 datiert ist. Das Musée des Beaux-Arts de Gaillac bewahrt ausserdem *Coucher de soleil au-dessus de la Grésigne (Tarn)*, ein 1907 datiertes Ölgemälde auf Leinwand. Zu den dokumentierten Werken zählt *Sablière près de Sceaux*, datiert 1905 und beschrieben als Öl und Fettkreide auf auf Leinwand aufgezogenem Papier. Der 1993 von der Association des Amis de Pierre Prins veröffentlichte Gesamtkatalog des Werks führt es auf Seite 194, Nr. 1202.h, mit Abbildung.
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Sablière près de Sceaux
huile et craie grasse sur papier marouflé sur toile
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