Der 1912 geborene und 1990 verstorbene griechische Maler Yánnis Spyrópoulos entwickelt seine Malerei vom Naturalismus zur Abstraktion weiter, bevor er sein Interesse auf das Bild selbst und die Mittel seiner Umsetzung richtet. Nachdem er zunächst naturalistische Gemälde geschaffen hat, wendet er sich ab 1950 der Abstraktion zu. Seine abstrakten Kompositionen werden als dunkel, ohne räumliche Tiefe und durch geometrische Formen strukturiert beschrieben; Malvina Bompart charakterisiert sein Werk als abstrakt und solide aufgebaut. In den 1960er-Jahren richtet sich seine Aufmerksamkeit weniger auf die Schaffung abstrakter Kompositionen als auf die Analyse des so entstandenen Bildes. Seine späteren Werke zeugen von einem anhaltenden Interesse am Malprozess, an Oberflächen und Texturen.
Nach seinem Studium in Paris verbringt Spyrópoulos den Zweiten Weltkrieg in Athen. Seine erste internationale Ausstellung findet 1946 in Kairo statt; 1950 folgt seine erste Einzelausstellung in der Galerie Parnassos in Athen. Danach stellt er 1953 in Rom, 1954 in Belgrad und 1955 in Stockholm aus. Ab 1957 steht er bei der World House Gallery in New York unter Vertrag, wo er 1959 und 1961 mehrere Einzelausstellungen zeigt. 1959 nimmt er auch an «Eight Greek Painters» teil, einer vom Smithsonian in Washington organisierten Ausstellung. An der Biennale von Venedig 1960 erhält er den UNESCO-Preis; 1966 wird er zum Kommandeur des Phönix-Ordens ernannt.
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Germann · Piguet
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