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Charles Filiger wird dem Symbolismus zugeordnet; die Quellen verorten ihn zudem in einem Feld, zu dem insbesondere der Synthetismus gehört. Sein Werdegang führt ihn zwischen Paris und der Bretagne. 1886 schrieb er sich an der École des arts décoratifs ein, im folgenden Jahr trat er in die Académie Colarossi ein; 1888 reiste er nach Pont-Aven, wo er Paul Gauguin, Paul Sérusier und Émile Bernard begegnete. 1890 verliess er sein Pariser Atelier und liess sich in Le Pouldu nieder. Sein Familienname Filliger wurde durch eine Vereinfachung der Schreibweise zu Filiger.
Zu seinen ersten dokumentierten Ausstellungsbeteiligungen in Paris gehören zwei pointillistische Studien am Salon des indépendants 1889, gefolgt von vier Gemälden mit synthetistischer Tendenz an derselben Ausstellung 1890; im März 1892 zeigte er dort sechs Gouachen am ersten Salon de la Rose-Croix. Ausserdem stellte er 1895 in der Galerie Laffitte, 1899 bei Durand-Ruel und 1900 im Hôtel Valéry aus. Zu seinem Künstlerkreis gehörten Armand Seguin und Roderic O’Conor. 1903 reiste er in die Schweiz, um seine Familie zu besuchen, die sich laut einer Quelle damals in Basel niedergelassen hatte; 1913 liess er sich im Hôtel du Menhir in Trégunc nieder, das von der Familie Le Guellec geführt wurde. 1920 zeigte er erneut sechs Gouachen am Salon des indépendants.
Werke befinden sich im musée d’Orsay und im musée des Beaux-Arts de Brest; dazu gehören La Maison du Pen-Du, eine Gouache auf Karton von 1890, und Tête de jeune garçon, eine Tuschzeichnung auf Karton aus demselben Jahr. Das musée de Pont-Aven bewahrt Paysage rocheux, le Pouldu, angegeben mit etwa 1891, während das musée des Beaux-Arts de Quimper Paysage du Pouldu von 1892 bewahrt. 1990 wurde sein Werk im musée d’Art moderne de Strasbourg ausgestellt; 2006 widmete sich eine Ausstellung im musée des Beaux-Arts de Quimper seinen Beziehungen zu André Breton.
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Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19