
Blick auf Häuser am Meer.
Öl auf Leinwand
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Der badische Maler, Zeichner und Radierer Emil Lugo schuf ein Werk, in dem die Landschaft eine zentrale Stellung einnimmt: von der Umgebung Freiburgs im Breisgau über den Schwarzwald bis zu den Bergen Bayerns und dem Chiemsee. 1840 in Stockach geboren und 1902 in München gestorben, begann er 1856 seine Ausbildung an der Kunstakademie Karlsruhe bei dem Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer. Dort begegnete er Hans Thoma, mit dem ihn eine dauerhafte Freundschaft verband.
Nach einem Aufenthalt in Dresden und Weimar im Jahr 1869, wo er Friedrich Preller dem Älteren kennenlernte, hielt sich Lugo von 1871 bis 1873 in Rom auf und kehrte 1876 mit Thoma und Fräulein Kappler dorthin zurück. Ab 1875 in Freiburg im Breisgau ansässig, malte er die Landschaften der Umgebung und des Schwarzwalds. 1888 begleitete er gemeinsam mit seinem Bruder Karl die Familie des Schriftstellers Wilhelm Jensen nach München. Anschliessend reiste er von 1892 bis 1894 und nochmals 1901 mit Jensen nach Italien.
Sein Werk umfasst Landschaftsgemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken, die sich insbesondere dem Schwarzwald, den Bergen Bayerns und dem Chiemsee, aber auch fantastischen Landschaften widmen. Diese zeichnerische Praxis zeigt sich auch in seinem Beitrag zu Jensens Buch Der Schwarzwald, das 1890 erschien und für das er neben Wilhelm Hasemann, Max Roman und Victor Roman fünfzig Illustrationen schuf. In der Villa Jensen gestaltete er zudem den Speisesaal mit einer idealen neapolitanischen Landschaft.
Der grösste Teil der von ihm hinterlassenen Zeichnungen wird in der Graphischen Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe aufbewahrt, die ihm im Frühjahr 2003 eine Ausstellung widmete. Sein Lebensweg ist Gegenstand einer Monografie von Joseph August Beringer, die 1912 und erneut 1925 in Karlsruhe erschien.
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Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19