Walter Kurt Wiemken
Geboren 1907.
Gestorben 1941.
Walter Kurt Wiemken, geboren am 14. September 1907 in Basel, ist als Maler dokumentiert, der im Umfeld der Schweizer Avantgarden tätig war und zu den Mitbegründern der Gruppe 33 gehörte (f1, f2, f12, f10). Sein persönlicher Lebensweg blieb von einer in der frühen Kindheit erlittenen Poliomyelitis geprägt, einer Behinderung, die in den Quellen als beständige Gegebenheit seines Lebens erscheint (f12).
Sein kollektives Engagement, belegt durch die Gründung der Gruppe 33 im Jahr 1933, ordnet ihn jener Künstlergeneration zu, die sich gegen die damals in der Schweiz vorherrschenden konservativen Tendenzen organisierte (f10).
Von 1923 bis 1927 besuchte er die Gewerbeschule Basel und die von Fritz Baumann geleitete Grafikk lasse, wo er technische Grundlagen in Zeichnung und Komposition erwarb (f6). 1927 vertiefte er seine Ausbildung während eines Sommersemesters an der Kunstgewerbeschule München; zu den Lehrenden, mit denen er dort in Kontakt kam, zählen Fritz Hellmut Ehmcke und Richard Klein (f7). Nach München unternahm Wiemken gemeinsam mit Otto Abt eine Studienreise nach Paris und hielt sich anschliessend wiederholt zu Malaufenthalten in Collioure und im Tessin auf – insbesondere 1928–1929 –, wo er die in den Quellen verzeichneten Landschaften schuf (f8, f11).
Die Aufenthalte im Mittelmeerraum und im Tessin werden ausdrücklich mit der Entstehung von Landschaften in Verbindung gebracht; dies weist darauf hin, dass diese Motive einen erkennbaren Teil seines bekannten Werks ausmachen (f11). Die Beteiligung an gemeinschaftlichen Initiativen wie der Gruppe 33 bezeugt ein berufliches und ästhetisches Engagement, das über das individuelle Atelier hinausging (f10). Die Nachwirkung seines Werks wird durch seine Präsenz 1955 an der documenta 1 in Kassel bestätigt, wo Werke Wiemkens im Ausstellungskatalog aufgeführt sind (f14).
Ein Referenzeintrag in der SIKART-Datenbank ermöglicht den Abgleich der verfügbaren biografischen und dokumentarischen Angaben (SIKART-Kennung 4000363) (f15).
Insgesamt zeichnen die für diese Künstlernotiz ausgewählten Angaben Walter Kurt Wiemken als Basler Maler aus, der in Grafik und angewandter Kunst ausgebildet wurde, Studienreisen unternahm (Paris, Collioure, Tessin), eine Avantgardegruppe mitbegründete und Werke schuf, die nach seinem Tod ausgestellt wurden. Diese Aspekte werden durch die konsultierten biografischen Einträge und den SIKART-Datensatz gestützt (f1, f6, f7, f8, f11, f10, f14, f15).